Werden Marken zu Content Creatorn? Storytelling kann nicht jede Werbung retten – und was KI auf Dating-Apps wirklich verändert | Never Content Folge #3

Sind Marken die neuen Content Creator oder bleibt Corporate Storytelling am Ende nur Werbung? Außerdem sprechen wir über KI auf Dating-Apps, AI-generierte Dating-Nachrichten, Bumbles KI-Pläne und warum Authentizität beim Dating nicht automatisiert werden kann.

In dieser Folge:

  • Storytelling wird aktuell als neue Marketinglösung für Unternehmen gehyped – der tatsächliche Mehrwert ist jedoch begrenzt.

  • Gute Geschichten entstehen selten aus Marketingvorgaben, sondern aus kreativer Freiheit.

  • Marken versuchen zunehmend, selbst als Creator aufzutreten, stoßen dabei aber schnell an Glaubwürdigkeitsgrenzen.

  • Werbung bleibt Werbung – auch wenn sie wie Content aussieht.

  • KI kann Dating-Profile oder Gesprächseinstiege unterstützen, sollte aber keine zwischenmenschliche Kommunikation ersetzen.

  • Vollautomatisierte KI-Dates lösen die eigentlichen Probleme von Dating-Apps nicht.

  • Authentizität und persönliche Begegnungen bleiben der wichtigste Bestandteil erfolgreicher Beziehungen.



Kapitelmarker und Shownotes

Kapitel

00:00: Intro

01:35: Teaser für unsere re:publica:-Talks

02:45: Marken als Storyteller

20:50: KI und Dating

42:00: Cooler Kram im Netz

 

Worüber wir sprechen

Mina auf der re:publica: https://re-publica.com/de/session/dark-romance-und-die-gefahren-der-uebertragung-eines-digitalen-genres-aufs-analoge

Hagen (und Aida) auf der re:publica: https://re-publica.com/de/session/feuilletons-not-dead-warum-wir-kulturjournalismus-immer-noch-brauchen

Companies Are Desperately Seeking ‚Storytellers‘: https://www.wsj.com/articles/companies-are-desperately-seeking-storytellers-7b79f54e

Breitband zu Mikrodramen: https://www.deutschlandfunkkultur.de/deepfakes-digitale-gewalt-was-kann-die-politik-tun-100.html

Bumble will KIs daten lassen: https://www.axios.com/2026/05/07/bumble-removes-swipe-hinge-tinder

Funk-Post zum KI-Einsatz beim Dating: https://www.instagram.com/p/DXwJ2yugFFd/

Die New York Times AI Policy: https://futurism.com/artificial-intelligence/new-york-times-freelancers-ai-rules

Mixtape: https://mixtape.game/


FAQ zur Folge:

Werden Marken zu Content Creatorn?

Immer mehr Unternehmen produzieren eigene Inhalte statt ausschließlich klassische Werbung. Ob Marken dadurch tatsächlich wie Creator wahrgenommen werden, hängt jedoch von Glaubwürdigkeit, Kreativität und Mehrwert für das Publikum ab. Häufig ebbt die initiale Faszination schnell ab und die neuen Formate wirken wie Werbung.

Was ist Corporate Storytelling?

Corporate Storytelling beschreibt den Einsatz von Geschichten, um Marken oder Unternehmen emotional erlebbar zu machen. Ziel ist es, Aufmerksamkeit und Vertrauen aufzubauen. Im Prinzip ist es nichts anderes als PR in neuem Gewand.

Warum funktioniert Marken-Storytelling oft nicht?

Viele Unternehmen kontrollieren Inhalte zu stark oder orientieren sich zu sehr an Werbebotschaften. Dadurch wirken Geschichten häufig künstlich und verlieren ihre Authentizität. Außerdem werden Unternehmen schnell als Absender identifiziert und ihre Absichten als werblich erkannt.

Kann KI beim Online-Dating helfen?

Begrenzt. KI kann beispielsweise Dating-Profile verbessern oder Ideen für Gesprächseinstiege liefern. Problematisch wird es, wenn komplette Gespräche automatisiert werden oder Texte ohne Reflektion oder Mühe copypasted werden.

Was plant Bumble mit KI?

Bumble hat angekündigt, langfristig KI-Agenten entwickeln zu wollen, die Nutzer*innen zunächst stellvertretend kennenlernen und passende Matches vorbereiten sollen.

Warum kritisieren viele Menschen KI-generierte Dating-Nachrichten?

Weil sie unpersönlich sind. Gerade beim Kennenlernen zählt echte Kommunikation statt automatisch erzeugter Antworten.

Welche Rolle spielt Storytelling im Marketing heute?

Storytelling bleibt ein wichtiges Werkzeug im Marketing. Erfolgreich ist es jedoch vor allem dann, wenn die Geschichte im Mittelpunkt steht und nicht ausschließlich das Produkt oder die Marke.


Glossar

Corporate Storytelling

Die strategische Nutzung von Geschichten, um Unternehmen, Produkte oder Marken emotional zu vermitteln.

Creator Economy

Das wirtschaftliche Ökosystem rund um Content Creator, Influencer und digitale Medienproduktion.

Content Marketing

Marketingstrategie, bei der Unternehmen durch hilfreiche oder unterhaltsame Inhalte Aufmerksamkeit gewinnen möchten.

Mikrodrama

Sehr kurze serielle Videoserien (meist 60–120 Sekunden), die vor allem auf Kurzform-Plattformen in 9:16 Formaten veröffentlicht werden.

Social-First Content

Inhalte, die speziell für soziale Netzwerke entwickelt werden und deren Mechaniken berücksichtigen.

Prompt

Eine Eingabe oder Anweisung an ein KI-System wie ChatGPT, um eine gewünschte Antwort oder einen Text zu erzeugen.

Parasoziale Beziehung

Das Gefühl einer persönlichen Beziehung zu einer öffentlichen Figur oder Marke, obwohl keine echte persönliche Beziehung besteht.


Transkript zur Folge

Zusammenfassung: Sind Unternehmen heute selbst die besseren Content Creator – oder bleibt gutes Storytelling etwas, das Marken nicht einfach einkaufen können? Mina Benz und Hagen Terschüren diskutieren den aktuellen Hype um Corporate Storytelling, Brand Content und Social-Media-Marketing. Außerdem geht es um KI auf Dating-Apps: von AI-generierten Dating-Nachrichten über Bumbles Zukunftsvision einer daten­den KI bis zur Frage, warum echte zwischenmenschliche Beziehungen sich nicht automatisieren lassen.

Die Transkription wurde automatisiert erstellt und kann Fehler enthalten.

Hagen (00:00)

Mina, wir haben hier eine Sache gemeinsam, nämlich dass wir beruflich Geschichten erzählen. Das heißt, wir müssen uns nicht unbedingt was ausdenken, aber wir haben zumindest Themen, die wir irgendwie so rüberbringen wollen, dass die Leute interessant finden. Und das scheint ein Skill zu sein, der uns für Unternehmen interessant macht. Was du zumindest beobachtet.

Mina Benz (00:16)

Ja, zumindest wenn man LinkedIn Laut verschiedenen Branchenkreisen, wie du jetzt als Journalist sagen würdest, suchen Unternehmen nämlich händeringend nach Storytellern, Head of Content und so weiter und so Ich sehe das alles ein bisschen anders und sehe da eigentlich viel heiße jetzt einen kleinen Marketing-Hype

Aber ja, ich weiß nicht, was ist... Ja, du bist geschockt. Und ich was vielleicht auch schockierend ist, ist, AI-Benutzung auf Dating-Apps habe ich sogar auch schon mal erlebt, dass mir jemand Dating-Vorschläge für ein von Chat-GPT generiert geschickt

Hagen (00:43)

Heiße Luft auf LinkedIn, ich bin geschockt.

der, der das gemacht hat, scheint ja damit in der Zukunft zu leben. Zumindest wenn man der Bambelchefin glauben mag, die sagt, dass in Zukunft wir KI's von uns erstellen, die sich dann gegenseitig daten und dann treffen wir uns dann irgendwann, wenn die KI's sich gut verstanden haben. Apropos heiße Luft. Aber ja, ich hoffe, wir produzieren sehr viel weniger heiße Luft, sondern reden da ein bisschen fundierter darüber diese Woche in ...

Mina Benz (01:24)

Never content!

Hagen (01:25)

Ich hab dass ich das letzte Woche bei dir drehe. hab da drunter gedacht, ich fand's sehr lustig. Never content.

Mina Benz (01:26)

Ja. Du musst es auch mal sagen. Du musst es auch einmal sagen.

Hagen (01:38)

bevor wir direkt in die Themen einsteigen, haben wir aber noch was für Leute, die uns vielleicht sogar mal persönlich irgendwo sehen wollen. Nämlich, wir sind beide nächste Woche auf der Republika und stehen da auch auf der Bühne. Beide am Montag. Mina, du redest über Dark Romance.

Mina Benz (01:51)

Ja, ich rede bei Dark Romance. Ich hab heute angefangen, meine Folien zu machen. Es wird sehr gut. Meine These ist nämlich, dass das eigentlich ein Genre ist, was nur im Digitalen funktioniert und das nicht besonders gut ist, aus der Community und aus diesem besonderen Kontext rauszureißen und dann in den Kapitalismus und in Bücherregale zu Dazu werde ich da Montag was sagen. 13.45 Uhr im Loft kommt rum, wenn ihr da bei sein wollt.

Und du sagst zum Stand des Journalismus, richtig?

Hagen (02:23)

Ja, genau. Also, ich spreche mit meiner Kollegin Abagenejad über Kulturjournalismus und den Zustand davon, wie wir dahingekommen sind, wo wir sind, warum der eigentlich noch relevant ist, aber warum es auch nicht ganz so weitergehen kann, wie es aktuell passiert.

Das machen wir 15 Uhr am Energiemobil.

Mina Benz (02:40)

Hagen und ich werden euch sehr viel und auch nicht nur heiße Luft was mich aber dann doch wieder zu unserem ersten Thema bringt, unser Storytelling.

Marken, warum ich eigentlich das Thema machen sind Marken die neuen Content Creator, sind Marken jetzt diejenigen, die uns Geschichten Zum einen gibt es dieses, Paypal hat letztes Jahr schon ganz bekannt einen Head of CEO Content eingestellt. Also

Ja, ein glorifizierter Redenschreiber, ich jetzt mal sagen. Oder PR-Person, die persönlich für den CEO zuständig ist. Warum man das Head of Content nennen muss, I don't know. Aber ich mein, als ...

Hagen (03:22)

Wahrscheinlich hat er noch so eine DJI Osmo Pocket, wo er hinterherrennt und auch filmt und immer Socialvideos produzieren kann für die Reden, die er geschrieben hat.

Mina Benz (03:29)

Ja, aber das Ding ist ja, ich bin ja auch ehemals Head of Content und nichts könnte ferner davon sein, was diese Stelle bei PayPal war, als das, was ich gemacht hab. Und wenn man jetzt LinkedIn aufmacht, dann sind immer die Leute so, mein Gott! Sorry, ich fand das, so stell ich mir die Stimme vor von Leuten, darüber schreiben. No offense, aber ich stell mir da so ein männliches Excitement vor. So, mein Bei PayPal wurde ein...

Head of Content für den CEO eingestellt und der kriegt bis zu 330.000 Dollar und dann war, so jetzt kurzer Exkurs, 330.000 Dollar. ist gar nicht mal so viel für den Bereich

das ist wahrscheinlich Deutschland wäre das so 85.000 Euro, würde ich mal sagen in Berlin.

Hagen (04:20)

Ich hatte gerade zufällig einen Artikel in Wired gelesen, wo Meta ging und die Stimmung da. Und da war, glaub ich, das Also die Hälfte verdient weniger, die Hälfte mehr, ist bei 380.000 weil Silicon Valley so insane ist, bei 380.000 Dollar.

Mina Benz (04:35)

Ja, und sind ja dann auch ganz oft, das sind ja Salary Packages, das heißt, das ist ja auch gar nicht Base Salary, sondern sind dann Aktienoptionen mit drin und so weiter und so Auf jeden Fall sehe ich dann immer diese Beiträge und die Leute sind mega hype und mega excited und dann, ja, und Magen machen jetzt so kleine Filmchen und die erzählen jetzt Geschichten und vielleicht sogar, wenn man jetzt den allerletzten Hype machen will, als auch noch in Mikro-Dramen, das ist ja, das sind auch nochmal kleine Exkurs. Ich habe gesehen, es gibt einen Vortrag auch zu Mikro-Dramen,

auf der Republikar. Den gucke ich mir auch noch mal an. Aber das serielle Konzepte, wo eine Folge so 60 bis 90 Sekunden ist. Du hast bei ein paar Monaten was dazu gemacht. Könnt ihr euch auch anholen, packen wir in die Show Notes. So und das sollen jetzt alles Indizien sein, Unternehmen zu Geschichten Erzählenden werden. Und

Hagen (05:26)

Ist das nicht auf eine Art auch das, Entwicklung, wir gesehen haben, dass, man TikTok aufmacht, gerade auf TikTok, auf Instagram, man guckt in die Kommentare, wo man dann schon sieht, dass sich Marken aufspielen, als wären sie Personen, die auch Content erstellen, indem sie in die Kommentare schreiben, so, ja, das hab ich auch gesehen. So in der Ich-Perspektive so zu tun, als wäre man ein Mensch und nicht eine Marke, so eine richtig krasse Ankumpellei und sich halt genauso geben, wie es organische User auf der Plattform tun.

Ist das dann nicht so eine logische Weiterentwicklung, dass man sagt, unser Unternehmen inszeniert sich so Duolingo mit der Eule und solche Sachen?

Mina Benz (06:03)

Genau, das ist ja jetzt schon, ich glaube, das ist schon ein bisschen durch. Ich weiß, es gibt Marken, vor allen Dingen in Deutschland, machen das Der sogenannte Praktikant auf Social Media so, ahaha, ich bin nur der ich weiß, dass falls es doch noch Leute gibt, die daran glauben, es gibt natürlich keine Social Media Praktikanten. Also bist du mal für eine wirklich große Marke auf Social was posten darf. Das ging durch 10.000 Schleifen. Das sind irgendwie teuer bezahlte Agenturen, dahinter sitzen. Manchmal sind das

nicht so so teuer bezahlte Mitarbeitende, das machen. Aber dahinter Strategien, sind Prozesse dahinter.

Hagen (06:36)

redaktionelle Prozesse.

Mina Benz (06:40)

Und Aber die du gerade TikTok erwähnt, aber ich das auch auf anderen gerade Gen Z ...

und Jünger, wissen natürlich, dass das Quatsch ist und auch Millennials und sind dem ein bisschen müde. ich finde das ganz weil die Leute merken das

und wie du gesagt hast jetzt Marken als Geschichtenerzähler da muss man natürlich nicht mehr so tun als ob das eine Person ist. Ja da kann man dann versuchen sich so anzubrüdern aber muss dann jetzt nicht mehr so eine künstliche Person Und ich kann mir schon vorstellen dass das eine Weiterentwicklung Weil vor allen Dingen auch dieses

Alle wollten authentisch auf Social Media und jetzt merken alle Leute, dass das eigentlich nicht funktioniert, weil die algo getriebenen Plattformen eben nicht belohnen.

sondern sie belohnen gute Beleuchtung und sie belohnen gute Hooks und was weiß Leute merken das und sind da jetzt auch neutral bis negativ teilweise markengegenüber Und ich denke, das ist jetzt ein Versuch.

eine neue Art von Marketing zu

Hagen (07:46)

Was heißt das überhaupt, dass eine Marke dann zum Content Creator wird? Was kann man sich darunter vorstellen? Ich finde das alles sehr nibulös. Man präsentiert sehr häufig den CEO, weil Gesichter funktionieren und der sich auch selber als Marke zeigen kann. Was ist die Idee?

Mina Benz (08:07)

Naja, genau. Also es gibt natürlich entweder typische Ambassador-Themen. Also es ist nicht neu, das gibt schon ewig, dass du halt Mitarbeitende aus deinem Unternehmen, dann sagst du halt, das sind unsere Ambassadors und die sind dann sichtbar und die stehen für verschiedene Bereiche im Unternehmen und dann weißt du denen auch verschiedene Themen zu und das kann natürlich auf einer Management-Ebene, das ist eigentlich auch sehr

Oder du lässt es durch Agenturen skripten, dann ist jetzt vielleicht nicht der CEO, das ist jetzt, das ist dann deine Social Media Persona, die spricht

Ein bekanntes Beispiel für diese Personas ist die Duolingo-Eule. Die wurde von Zarya Pavess, einer Social-Media-Managerin, erfunden für Duolingo. Sie dadurch den Account super groß gemacht von 50.000 Followern, auch weiß ich nicht, über eine Million, vielleicht zwei. Ryan Air hatte diese Flugzeuge, wo sie dann mit dem TikTok-Filter, wo man nur die Augen und den Mund sprechen sieht, dann haben sie die auf die Flugzeuge gelegt.

was hat das jetzt mit Storytelling zu tun?

Also es gab ja jetzt schon so paar Bestrebungen, dass Marken Geschichten produzieren und so Filmchen oder kleine Miniserien quasi versuchen mit InfluencerInnen oder anderen Personen irgendwie, so...

Sie nennen es natürlich Engagement und Aktivierung und Aber die wollen quasi ihre Marke, also die machen wie Product Placement nur selber produziert.

Hagen (09:40)

Genau. Und ich glaube, ist halt auch so bisschen der da so ein bisschen mitschwingt. das Gefühl, das ich habe, ganz lange war es ja so, dass, also, wenn wir noch gerade an eine Printzeit zurückdenken, wenn du irgendwie vor einem Publikum stattfinden wolltest, dann musstest du mit den Journalistinnen sprechen, weil die hatten das Publikum, das in den Magazinen Und das ist ja durch soziale Medien so ein bisschen ...

aufgeweicht und ich glaube da ist jetzt so ein bisschen die Hoffnung Moment mal wenn wir nicht durch diese klassischen Medien gehen müssen einmal müssen wir ja nicht dafür bezahlen für und Natürlich wir können einfach unsere eigenen story setzen weil das problem ist wenn diese blöden journalisten uns interviewen

Die stellen uns ja Fragen, die wir gar nicht beantworten wollen. Das heißt, wir können da unsere Geschichte einfach frei selber erzählen. Das ist auch einigermaßen billig. Man kann es einfach mal mit dem iPhone machen und mit dem Mikrofon noch ein bisschen dabei. Das ist alles nicht mehr so teuer, das zu machen. Und wir können da diese ganzen unangenehmen Sachen bis hinten die Message selber kontrollieren. Ich glaube, ist so bisschen die Hoffnung, die damit schwingt, oder?

Mina Benz (10:44)

Das ist ja die Hoffnung unter allem Social Media Marketing, weil viele Unternehmen und auch große es ist natürlich einfacher, wenn du aus den USA raus, dass es dann an lokale Agenturen gibt, die dann vielleicht von einer großen Agentur gesteuert werden oder vielleicht von einer Person, die dann im Markt oder in der Region arbeitet, statt quasi jetzt überall PR-Agenturen zu beschäftigen. Klar braucht man die auch, Relationship Building zur JournalistInnen dauert ja auch

und kostet ja auch Zeit. Und das ist natürlich auch viel Arbeit, Sachen dann in die Presse zu bekommen. Aber das ist dann Social Media Marketing allgemein. Ich glaube eher, dass die das machen.

weil die normale auf TikTok oder Reels oder YouTube oder wo immer, die wird keinen Schwein sehen. Leute sind müde von scheiß Werbung, weil wir werden überall damit zugeballert. Überall kriegen wir Werbung rein und keiner hat mehr Bock da Und das Product Placement bei InfluencerInnen, das performt meistens auch wesentlich schlechter die normalen Videos für Mittlerweile kriegen die natürlich auch

Budgets und lassen sich das extrem gut macht es trotzdem noch diese Marketing-Kanäle auch zu benutzen. So soll es jetzt nicht klingen. Das könnt ihr auch alles machen. Ich glaube, ist aber ein Versuch, wie du gesagt hast, das in die eigene Hand zu nehmen und das vielleicht ein bisschen kostengünstiger zu gestalten und quasi eigentlich ersetzt das in meinen Augen die typische Werbung. Und das hat, glaube ich, zwei Gründe.

Zum viele Brands haben immer noch nicht verstanden, wie Social Media funktioniert. Und viele Agenturen haben auch immer noch nicht verstanden, wie Social Media Aber ich weiß, es gibt...

die arbeiten mit InfluencerInnen und die sind da sehr gut, auch Social First Content zu machen. Aber die lassen sich das auch extremst krass Und dann gibt es aber auch Agenturen, die wollen natürlich einfach nur ihre InfluencerInnen positionieren. Und dann gibt es natürlich diese großen klassischen Agenturen, wo die

Cutting-edge Social Content zu machen, eher limitiert ist. Das liegt nicht nur an den Agenturen, das liegt auch oft daran, Unternehmen, die das dann eigentlich freigeben müssten, dann extrem krasse Begrenzungen setzen, die gar keinen Sinn machen.

Hagen (13:03)

Und ich glaube, ist so ein super wichtiger Punkt, auf den man kommt. meine, du hattest gerade dieses superschöne Beispiel. PayPal sucht jemanden. Was für eine Story will mir denn PayPal erzählen? PayPal ist dazu da, wir sind essen gegangen, ich geb dir bisschen Geld wieder, weil du das ausgelegt hast. Oder meinetwegen, weil ich im Internet irgendwas gekauft habe. Das ist keine super spannende diese Unternehmen super häufig das Problem, dass wenn sie mit Influencern oder Content-Creatoren zusammenarbeiten wollen ...

super viel Kontrolle ausüben Anstatt auf die zu hören und die sagen zu lassen, ey, ich weiß, was für Inhalte mein Publikum will, und mit deiner keine Ahnung, ich bin Food Creator, dann zeig ich halt, wie ich irgendwie das Essen mit PayPal bezahle oder so weiter, aber halt nicht mehr. Aber die Marke möchte dann, dass das die ganze Zeit so super front and center ist, und man sitzt da und denkt ...

Du bist PayPal, bist nicht front and center, du bist nicht die App, ich die ganze Zeit aufhabe, hör auf, das zeigen zu wollen. Und wir vertrauen dann auch wieder den Content-Creator nicht oder wollen viel zu viel Kontrolle ausüben. Ich glaube, ist wirklich so ein krasses Missverständnis mit dem, was so eine Marke überhaupt leisten kann. Selbst unter den besten Bedingungen leisten kann.

Mina Benz (14:11)

prinzipiell finde ich den Ansatz natürlich spannend, weil ich bin eine Geschichtenerzählerin. Ja, ich liebe Storytelling. war jetzt ein Großteil meiner beruflichen Habe ich mit Geschichten erzählen und Narrativen und der Strategie dahinter verbracht.

Ich werde jetzt nicht darüber zu viel lästern, also gar keinen Fall. Ich glaube nur nicht, dass von Unternehmen oder von Agenturen produzierte Serienformate oder Filme gar, egal ob jetzt Mikro oder Normallänge, ich glaube nicht, dass das

langfristig erfolgreich sein wird. Das ist jetzt, wenn man mal ein Format, ein erstes Format macht, ja, dann hat das diese Novelty Factor und dann gucken die Leute sich das auch an und sagen, cool, das, ich sag jetzt irgendeine Brand, ja, ich weiß nicht, ob diese Brand das gemacht hat. Das Aldi das gemacht hat, voll weil das natürlich neu ist, alle Leute denken, wow, cool, die haben was ausprobiert. So, aber wenn dann 10, 20, 100 Brands das gemacht haben, dann ist

ist das genauso wie alles andere, dann hat man auch keinen Bock mehr darauf, die ganze Zeit zu sehen. So war es nämlich auf Social Media auch. Am Anfang fanden wir das auch witzig, dass die Duolingo-Eule überall war. Oder wir fanden es auch witzig, dass die Deutsche Bahn überall kommentiert hat. Und mittlerweile ist es einfach nur nervig und es ist abfuck und es ist so bisschen Leute, stay in your lane. Also, ihr müsst nicht eine parasocial Beziehung mit einer Marke aufbauen. Das ist Quatsch. Das ist auch irgendwie ein Heruntergucken User-Innen.

Als ob Leute nicht wissen, dass das Marken sind und dass da Kapitalismus hinter steht. das ist das, glaube ich, warum ich auch denke, das ist ja, das ist jetzt vielleicht ein kleiner Hype, aber langfristig erfolgreich. mean, prove me wrong. proven wrong before. Nicht so oft, aber kommt auch vor.

Hagen (15:58)

Ich glaube, das ist halt wirklich auch generell so ein am Ende ist das halt auch eine neue Art von Werbung, aber es ist immer noch Werbung. Und Werbung ist per Definition, es kann gar nicht anders sein, dass du Leuten etwas zeigst, worum sie nicht gebeten haben.

hab mir währenddessen so bisschen überlegt, was wäre denn cool, was man so machen könnte so Storytelling-mäßig und dann wäre das keine Ahnung. Dreh eine Tele-Novella im Ikea, als wären das einzelne Wohnungen. Das wäre tausendmal cooler, wenn das irgendwie Content-Creator mit ihrem eigenen Humor machen würden, die ich sehen will, als wenn Ikea da so eine super Brand-Safe-Message machen würde. Das kann halt einfach nicht funktionieren. Weil Unternehmen wollen zu viel Kontrolle darüber haben, was man mit ihrer Marke macht und dann kommt halt so ein Quatschstabel raus wie

ich guck irgendwie einen Thriller, einen Detektivfilm, und ich weiß, wer der Mörder ist, weil Apple die iPhones nur rausgibt an Leute, die nicht die Mörder sind. Ich seh, Typ hat ein Android-Telefon und dass es der Mörder ist. Ganz toll, Apple, weil ihr das nicht wollt, ist jetzt der Film gespoilt. Das ist halt genau der Kram, der immer passieren wird. Das kann halt nicht funktionieren. Und ihr seid halt Unternehmen. Du bist die App, wo ich Geld verschicke. Lass mich in Ruhe. Ich möchte nichts von euch hören.

auch okay. Es ist auch okay. Ihr müsst gar nicht mehr sein. Wenn ihr das Geld macht und keine Ahnung, meinetwegen Festivalsponsoren, so dass mein Ticketpreis nicht so teuer ist, ich auf Musikfestivals gehe, da hab ich doch mehr von am Ende des Tages.

Mina Benz (17:21)

Ey, ganz ehrlich, letztens hab ich nach Balkonkraftwerken gesucht, ja. Dann hab ich gefunden, dass Lidl ... Sorry fürs ... Das ist unbezahlt, ja. Leider. Aber da hab ich ...

Hagen (17:26)

Sorry fürs Influenzen.

Ja total dumm, ich hab dich geinfluenzt und krieg da nicht mal was für.

Mina Benz (17:35)

Ich werde auch mir keinen kaufen, aber ich habe dann gefunden, dass Lidl wohl total viel im Angebot hatte. Und dann dachte ich, wow, krass, Lidl hat bei Kunstkraftwerke Lidl oder die Agentur, die Lidl betreut, falls ihr mich hört. Bring back typische Prospekte. also das würde mir mehr bringen. Wenn ich jetzt wüsste, was Lidl, der literally 300 Meter von mir entfernt ist, im Angebot hat, dann würde ich vielleicht auch da mal hingehen, statt zu dem Aldi, der 50 Meter von mir entfernt ist.

statt irgendwelche komischen Replies of threads. Ja, weil ich sehe euch die ganze Zeit, aber ich weiß nicht, dass ihr Balkonkraftwerke im Angebot habt. Ich weiß nicht, was eure Angebote der Woche sind. also das sind so alles so... Also was...

Hagen (18:18)

Aber das glaub ich dir zum Beispiel nicht, dass du da reingucken würdest. gibt ja ganz viele, die haben noch Prospekt. Ich weiß nicht jetzt nicht, ob Lidl speziell welche hat. Aber die haben dann garantiert auch Newsletter-Vodus kriegen kannst. Leute machen das halt auch nicht mehr. Das muss man auch ganz klar sagen. auch da, du denkst, du guckst da rein, aber guckst halt doch nicht

Mina Benz (18:33)

Nee, ich meine nicht, dass ich das aktiv abonniere. Ich meine, das doch ein Post sein könnte. Ja, davor wird dann zurückgescheut, wird dann irgendeine Hihihaha-Antwort in einem Thread Aber wo ich jetzt nichts sehe, ist, dass da mal reingepackt wird, ja, diese Woche im Angebot ist übrigens bei Kuhnkraftwerk.

Hagen (18:52)

Ja, aber das ist ja ein großes Problem. Das wollen sie ja nicht machen, weil dann müssten sie halt Meta oder wo auch immer du bist bezahlen, damit dir dieser Post angezeigt wird. Das wollen sie ja nicht mehr machen. Die wollen ja, dass man den Content von denen ist unser Angebot der Woche, wird ja nicht organisch ausgespielt werden. Das muss man auch ganz klar sagen, das ist ja das Geschäftsmodell von Meta, dass sie das ...

Mina Benz (19:01)

Ja, okay.

Hagen (19:10)

erkennen, wenn das so werbliche Posts sind und die dann auch drosseln und man dafür bezahlen muss, das Aber ja gut, das ist das Geschäftsmodell. Wenn du in Medien stattfinden willst und es aufzwingen willst, Leute sehen, musst du dafür bezahlen. Das war auch schon immer das Geschäftsmodell. Das war in Magazinen auch schon das Geschäftsmodell und im Fernsehen.

Mina Benz (19:28)

Letztendlich ist es halt Marketing und das ist halt Werbung. Und das ist total okay, aber man muss sich dann auch, glaube ich, muss das auch irgendwie ein Stück weit akzeptieren.

Also ich möchte keine Serie gucken, die mir die ganze Zeit in jeder Sekunde versucht, was zu verkaufen. Oder für mich für nicht für ernst nimmt. Also wenn man es schafft, dass man ernst genommen wird und dass wir alle wissen, okay, wir wissen alle ganz genau, was wir machen, und es ist trotzdem noch unterhaltsam.

Find ich, wird's bestimmt cool. Aber wenn ich mir angucke, wie uncool mittlerweile schon allein die Social-Media-Präsenz von Brands ist, dann hab ich da Zweifel.

Hagen (20:08)

Gerade wenn wir Storytelling im Sinne von Serien sehen. Entschuldigung, das wird niemals von einer Agentur kommen. Das wird von kreativen Leuten kommen. Dann findet man da Kooperationsmöglichkeiten. Man kann mit denen zusammenarbeiten und das machen. Aber es hat seinen Grund, dass solche Abteilungen getrennt voneinander Die wirklich geilen Stories kommen von Storytellern, denen es die Story geht. Und first. Dann finden die vielleicht Wege, ein Produkt zu integrieren. Aber wenn du mit dem Produkt anfängst

das kann nie die gleiche Qualität erreichen, ist es einfach nicht. Das sind unterschiedliche Jobs. wie du selbst gesagt hast, es ist okay, das ist Werbung, das kann man für sich akzeptieren. kann bessere, man schlechtere machen. Aber es ist nicht das Gleiche und es kann niemals das Gleiche sein.

Mina Benz (20:49)

Ja.

Hagen (20:49)

Apropos Sachen, die man akzeptieren Weißt was man akzeptieren Wenn man in eine Beziehung kommen will, muss man Menschen kennenlernen. Und die muss man auch kennenlernen, persönlich. Das ist meine These, da kommt man nicht dran vorbei. Und man wird auch Leute kennenlernen und feststellen, das Date lief nicht so gut, das hätten wir uns auch sparen können. Ich glaube nicht, dass dieser Schritt optional ist und dass wir uns da von lösen können, auch wenn das gewisse ...

Mina Benz (21:19)

Ich glaube man kann schon Sachen automatisieren, ja. Und ich denke auch mal hier Sachen sind zu wenig Auf Dating-Apps zumindest. gleichzeitig, also wir sprechen ja, erzähl mal kurz warum wir darüber sprechen.

Hagen (21:34)

wir sprechen App Bumble, heißt Whitney Wolfe Hurd, die erzählt schon eine Weile davon. Und ich glaube, bei der Match Group, wo Hinge und so weiter dazu gehören, Tinder gehört dazu, ich glaube, die arbeiten auch an ähnlichen Dingen. Wo die Idee ist, man füttert eine KI mit den ganzen eigenen Daten, damit eine KI quasi ist wie man

Ich mach eine von mir, du machst eine von dir. Und dann treffen die KIs sich und machen miteinander aus, ob das was ist, ob das passt, ob das nicht passt. Und wenn das so ist, dann bekommen wir erst die Notification und sagen, ihr beide könnt mal auf ein Date gehen, weil eure KIs, die genauso sind wie ihr, die haben sich verstanden, also werdet ihr euch auch verstehen. Das ist das Versprechen.

Mina Benz (22:18)

Das ist Nightmare Aber ich frag mich ja, wie das gehen soll, weil die KI widersprechende ja nicht.

Hagen (22:23)

Also, nehmen wir mal an, du hast da so einen super riesigen Fragebogen wie, okay, Cupid den früher hatte und so weiter. Nehmen wir an, das funktioniert alles, aber muss man da ehrlich auch seine Floss ...

machen und das nächste ist ja also so wie diese dating apps laufen bisher ist ja man matcht und dann schreibt man miteinander und dann trifft man sich irgendwann persönlich aber dieses persönliche treffen das läuft ja meistens doch ein bisschen anders als dieses miteinander schreiben davor lief weil wenn man sich sieht keine ahnung der humor ist anders man guckt sich ein bisschen anders an man spricht anders miteinander das ist natürlich eine andere connection als mit einer person zu schreiben die man literally noch nie getroffen hat das heißt wenn meine KI

Selbst wenn ich seit Jahren auf diesen Apps bin und die KI mit allem trainiert wird, wie ich jemals geschrieben hab, ist das immer noch anders als ich in Person bin. Selbst wenn ich versuche, authentisch darüber zu bringen und nichts zu faken, ist es nicht das Gleiche. Ich versteh auch ... Ich versteh nicht, wie das funktionieren soll.

Mina Benz (23:18)

vor allen Dingen, warum sollte man das die Matches, also ob du jetzt matchst oder nicht, vielleicht soll das dann das erhöhen für Männer oder so. Aber ob ich dann tatsächlich mich mit jemanden treffen weil ich muss ja immer noch gucken, wer das ist und dann denke ich vielleicht, ne, will ich aber eigentlich doch nicht und dann war es eine Zeitverschwendung. Dating-Apps sind ja mittlerweile schon bisschen länger auf dem

Wie heißt das? Auf dem sinkenden Ast?

Hagen (23:43)

Auf dem absteigenden Ast auf jeden Fall. glaube, die haben auch das Problem, dass ... wenn sie so funktionieren, wie wir das haben wollen würden wären die ja one-time-use. Also, wenn die dich wirklich mit der Liebe deines Lebens verkuppeln würden, bräuchtest du die Dating-App nie wieder. Das ist auch schon mal Problem, aber die wollen, dass du wiederkehrst. Ich find das so lustig, weil wenn du sagst, natürlich könnte da mehr automatisiert werden

Ganz viel der Automatisierungsfeatures sind ja jetzt schon hinter absurden so selbstessentielle Sachen wie, möchtest du ein Kind bekommen, möchtest du kein Kind bekommen, ist ja wirklich so ein Make-it-or-break-it für eine langfristige Beziehung. du jetzt nicht einfach nur, ich möchte ein paar Monate jemanden daten und Hook-ups haben, sondern ich möchte mein Leben mit der Person verbringen, ja die Frage, ob jemand einen Kinderwunsch hat oder nicht,

Mina Benz (24:29)

Oder die politische Einstellung.

Hagen (24:31)

Oder die politische Einstellung. Das sind Sachen, die sind essentiell. Und die werden bei den Apps ja angezeigt. Aber wenn du wirklich filtern willst und eine Person, mit mir politisch null übereinstimmt, eine Person, einen Kinderwunsch hat, wenn ich keinen habe, dass mir die gar nicht erst angezeigt werden. Weil ich weiß, dass das von Anfang an keinen Sinn macht, miteinander in Kontakt zu sind ja schon Filter, die jetzt schon hinter den versteckt sind.

Wir wissen wie teuer KI's im Einsatz sind, es ist dann die Super Paywall, wo ich dann 100€ im Monat zahlen muss die Dating abzubenutzen damit der Bot für mich flirtet.

Mina Benz (25:02)

Ja, ja, Also ich denke, dass das tatsächlich so sein ich kann mir das halt nicht vorstellen, wie eine KI, also was ich alles an Informationen geben müsste, damit eine KI mich ansatzweise replizieren könnte und vor allen Dingen, also selbst wenn die jetzt alle meine Social Network Sachen lesen würde, wie ich auf Social bin und wie ich in echt bin, das sind ja auch nochmal

Und vor allen Dingen vielen Leuten fällt's jetzt schon schwer, Datingprofile sinnvoll auszufüllen. Also, die Leute füllen das aus, als ob sie keinen Bock

Hagen (25:33)

Das ist tatsächlich ein Punkt, wo KI hilft. Da Hinge damit angefangen, das ist total sinnvoll, dass wenn du ... Das sind ja diese Promts, das haben, so, keine Ahnung, dein letzter Urlaub oder wie auch immer, du da was eintippst. Und super häufig, wie du sagst, Leute haben da keinen Bock, auszufüllen, weil die schreiben da Sachen rein, wo man nicht drauf reagieren kann. Also, das ist nichts, was ein Gespräch eröffnen kann. Und das find ich tatsächlich einen sinnvollen Einsatz von KI, mit dem Hinch da angefangen hat.

Nämlich, der gibt dir Tipps so, du sagst das statt dein Urlaub in Neapel, war jetzt mein letzter Urlaub, dann komm ich gerade auf Neapel, dass es dir prompt gibt formulier das doch mal so, dass man darauf antworten kann. Also, dass das angucke, ist das dann irgendwie prompt so? Hast du da vielleicht eine interessante Geschichte erlebt, man sagen kann, wo ich festgestellt habe in Neapel, mein Skill ist, egal in welche Stadt ich komme, ich finde

politisch stabile Antifa-Bar, das schaff ich in jeder Stadt, der ich bin, Anhieb, die erste Bar. Da könnte man ja so einen Gesprächs-Prompturus machen, man das macht so. So frag mich, ich das schaffe, woran erkenne ich das? Dann hättest du was, ah, das ist was ist ein Gesprächsstarter, das ist nicht nur, oh, du warst in Neapel, ah, guck mal, du hast da irgendwie diesen Skill, den finde ich spannend, da kann ich drauf reagieren. Wenn der dich interessiert, aber das ist wenigstens was, womit man weiß, ah, da kann ich ein Gespräch anfangen.

Und da kann eine KI einen tatsächlich hinkompten. Und das ist ja wo nicht eine KI was geschrieben hat, sondern wo die was rauskitzelt aus der Person so ... Mach das doch mal bisschen interessanter. Das, was du gerade machst, ist nicht interessanter, kann niemand drauf reagieren. Was ist denn so ein Twist, den man machen kann, dass man darauf reagieren kann? Und das find ich tatsächlich einen ganz sinnvollen Einsatz von KI.

Mina Benz (27:09)

aber eine KI, die dir hilft, menschlicher zu sein.

Hagen (27:12)

Einerseits, ja, menschlicher zu sein ... Das ist so bisschen das Problem, was wir auch sehen. Ich hatte letztens so einen Post von Funk gesehen auf Instagram, wo dann Zahlen gezeigt

es KI-Einsatz ging, das war eine Umfrage von Menschen von 18 bis 28 Jahren. Und da haben die gesagt, 40 Prozent der befragten Frauen und 58 Prozent der befragten Männer haben schon mal ein Gespräch mit KI angefangen. Also den Gesprächsstart, das Intro von KI schreiben lassen. Auf Nachrichten, Antworten, die sie bekommen, haben 57 Prozent der Frauen und 50 Prozent der Männer gesagt, dass sie es schon gemacht haben.

Und Date-Ideen finden, 44 Prozent der Männer und 23 Prozent der Frauen gesagt, dass sie das schon dafür genutzt haben. Das finde ich dann schon wieder kritisch, weil das dieses menschliche Wirken. Das eine ist so, Leute sind nicht so comfortable in dem Text und lassen ihr Profil machen, wenn das eigentliche Gespräch losgeht, reden wir miteinander. Dann gibt's noch diese ganze Sache, was du am Anfang gesagt hast, dass du schon erlebt hast, dass Leute meinen, dir einen Chatbot Text zu schreiben und dass das was ist. Das finde ich auch.

Mina Benz (28:20)

Ja, also ich mein, wenn man jetzt nicht weiß, wenn man jetzt auch nicht so versiert daran ist und ich glaube gerade Dating Apps nutzen auch viele noch etwas jüngere Menschen, wenn man das jetzt nicht so gut kann und man möchte irgendwie Gesprächseinstiege haben, dass man sich vielleicht Inspiration sucht, finde ich jetzt nicht so schlimm. Nein, nein, aber das gilt ja sowieso bei KI. Und dass man vielleicht auch mal überlegt, dass man das, also...

Hagen (28:35)

Never copy paste. Never copy paste.

Mina Benz (28:45)

Ich wüsste jetzt nicht, was daran besser sein soll als zu Wo kann ich auf ein Date hingehen oder so? Aber natürlich, für manche Leute ist das die Lebensrealität. Wo ich, glaube ich, komplett einfach raus bin, sind copy-pastete Sachen. Also einfach copy-pastete Gespräche oder auch Reaktionen. Mich würde das echt mal interessieren, weil ich sehe immer auf Socials immer nur Frauen, die das stört. Stört das Männer auch?

Hagen (29:13)

Weiß ich nicht. Ich kann mir auch vorstellen, dass da natürlich ... sehr viel andere Dynamiken mit reinspielen. Nämlich, ... Dating-Apps für viele natürlich auch irgendwie so Numbers-Games sind. Und es eher so ist, dass Männer sehr viel mehr Frauen liken. Und die Quote an Reaktionen darauf dann auch weniger ist. Und dadurch, dass sie's mehr machen, dann da mehr KI benutzen. Gleichzeitig erklärt das auch, warum Frauen in dieser Umfrage gesagt haben, dass sie ...

KI häufiger für Antworten benutzt haben als Männer, weil Frauen mehr Nachrichten bekommen als Männer, dass sie gesagt haben, das sind mir zu viele Nachrichten, ich lass das da machen.

Mina Benz (29:50)

Oder ist es einfach, weil bei Frauen das sozial so konditioniert dass du eine, in Anführungszeichen, sichere Antwort geben musst? Oder möchtest ...

Hagen (29:58)

Das ist ... Genau.

Ich glaube, da sind so viele Ebenen, mitspielen, dass ich da diese genaue Antwort drauf geben will, wie das da ist. Ich nehme an, dass das auch bisschen ... persönlich ist. Aber ich versteh das auch nicht so ... Weißt du, wenn wenigstens ... Gesprächseinstieg finde ich's eigentlich schon weird, aber das ist so, okay, hab noch nie mit der Aber wenn ich dann sage, ich hab wenigstens drei-, viermal hin- und hergeschrieben, ich denke, geh doch auf die Person ein, guck, was die sagt, versuch, darauf einzugehen.

So ihr versucht, menschliche Verbindung aufzubauen und setzt einen Roboter dazwischen. kann muss sich halt beim Dating auch verletzlich machen. muss man auch mal ganz klar sagen. kannst nicht unverletzlich ins Dating gehen. ist nicht wie menschliche Beziehung funktionieren.

Mina Benz (30:32)

Aber... Ja.

Und das ist halt unangenehm und ich kann davon persönlich auch nur eine bestimmte Quote aushalten, das gebe ich ganz offen zu. Ich will aber nochmal kurz sagen, weil du eben das angesprochen hast, was mich damals an dieser

KPI-Nachricht so gestört hat, war nicht, dass es eine lieblos gekopiepastete Liste an Datingoptionen war, sondern du konntest offensichtlich sehen, dass das Prompt irgendwie gib ihr eine Liste mit irgendwie hauptsächlich scheiß Antworten, sodass da nur eine Option übrig bleibt. Und das konntest du halt sehen, weil das waren auch so wilde Ideen wie so, uns das schlechteste Restaurant der Stadt probieren.

Why? Was ist das? Warum sollte ich das wollen?

Hagen (31:27)

Ich glaube, ist der gleiche Grund, Leute so Stunt ist die schärfste Currywurst der Welt machen, wo ich auch denke so...

Mina Benz (31:32)

Aber dann

bin ich, nein, aber dann hab ich das gegoogelt und das Ding hat nicht mal existiert. So, und dann dachte ich, ah ja, okay, also offensichtlich ist, this is not real. So, und ... Ja, und das war halt, ich hatte halt vorher irgendwas gesagt, was ich auf keinen Fall machen wollte, und das war da quasi die einzige Option, ging aus der Liste. Und dann dachte ich so, also sorry, ich lass mich hier nicht irgendwie so komisch durch ...

Hagen (31:37)

Möööö

Mina Benz (32:00)

gepromptete Manipulation beeinflussen. So, ciao, danke. Und ich glaube, das ist vielleicht ist es beieinander in der Tat anders, aber das ist für mich dann eher, das schwingt für mich bei KI mit. Ja, so ich benutze das, irgendwie eine zwischenmenschliche Beziehung zu gamen und da zu bekommen, was ich will. Und ich meine, als ob Leute das nicht schon so oft genug versuchen. Und wenn ich mir jetzt vorstelle, du hast du machst eine KI.

Ja, was sagst du dann? Ja, bin ... Hallo, lieber KI, bitte repräsentier mich so. Ich bin die witzigste Frau aus ganz Berlin.

Außerdem die bestaussehendste und Und ich hab total coole Nischen-Hobbies, die nur ich habe, ganz alleine, als einzige Person. ich rede entgegner auf alles, total smooth und gelassen und witzig und ich bin unwiderstehlich. Have fun! So, dann, also, soll ich mir das so vorstellen oder was?

Hagen (33:03)

Ich finde übrigens, das macht noch ganz anderes lustiges Problemfeld auf diesen ursprünglichen Pitch von Bumble damit. Die KI datet für dich erstmal, macht diese ganze virtuelle Ebene, übernimmt die für Dadurch, dass KI einsatzteuer ist, wäre das ein relativ teures Feature im Monatsabo. Was heißt, das ist guter recurring revenue, was die Unternehmen haben wollen. Was natürlich auch

ich mache eine KI für mich, die das dann macht, geb diese 100 Dollar im Monat aus und turns out, dass meine KI nicht gut ankommt. Bei den anderen KI's, bei den Frauen, wie auch immer, die kommt nicht gut an.

Was macht Bumble dann? Weil Bumble möchte, dass ich unbedingt diese 100 Dollar im Monat weiterbezahle. Das heißt, wird das irgendwelche Matches hervorbringen oder Sachen faken, damit ich weiterbezahle, damit ich irgendwelche Erfolgserlebnisse

Mina Benz (33:52)

weißt doch die Antwort für solche Sachen bei KI, dass du nicht gut genug gepromtet hast. Du musst halt besser prompten.

Hagen (33:58)

Nee, das wird nicht die Antwort sein. Das das Problem ist, Bumble ist incentiviert, mir Dopamin-Erfolgserlebnisse zu verschaffen. Was heißt, dass die im Zweifel Sachen faken werden, die ich bekomme, selbst wenn meine KI eigentlich unausstehlich ist, werden, mir irgendwelche Matches erzeugen und irgendeiner Frau dann sagen so

Trifft dich mal mit dem, obwohl die KI's eigentlich gar nicht gepasst haben, nur damit ich irgendwie dieses Erfolgserlebnis noch regelmäßig kriege, damit ich weiter das Abo mache. Das ist meine These.

Mina Benz (34:30)

Eine Sache, die wir noch gar nicht angesprochen haben, ist, warum das so nicht funktionieren wird, ist, dass Die Chats sind einfach ein wichtiger Filterschritt für Frauen. Also da muss ich so viel Ich gehe doch nicht mit jemandem auf ein Date, ohne mal kurz mit dem geschrieben zu haben, ob der irgendwie sane wer macht das denn?

Hagen (34:50)

Was diese interessante These aufmacht, wo wir schon drüber gesprochen haben, Dating-Apps sind auf dem absteigenden Ast, auch weil man sagen muss, dass die featuremäßig schlechter geworden sind. Tinder hat ja damals mit diesem Pitch angefangen, dass es durch deine Facebook-Freundesliste gegangen ist. Damals war Facebook ja auch noch wirklich irrelevant, wir waren alle auf Facebook und auch aktiv. Und dann eine Notification gegeben hat, wenn ein Freund deiner Freunde dich geliked hat und du diese Person. Und das ist ja total sinnvoll, weil

hat ja dann auf etwas aufgebaut, wo traditionelle Dating-Strukturen auch darauf haben. Nämlich in deinem Social

Man datet Leute aus dem Erweiterten Freundeskreis, heißt man hat den Filter dazwischen, ey, wenn du die Person magst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ich da auch irgendwas mit gemeinsam es hat auf bestehenden sozialen basiert und das ist ja immer mehr weggegangen von den Dating-Apps und die haben das ja auch encouraged, dass es eigentlich weiter davon weggeht und dass es mehr mit Fremden ist und ich glaube, ist was, was die Erfahrung zeigt, dass das nicht gut funktioniert.

Die Erfolgserlebnisse mit Dating-Apps sind immer schlechter geworden. Also treffen sich ... Lernen sich immer noch Leute darüber kennen. Aber das ist nicht nur eigene Erfahrung, sondern ganz häufig, wenn ich mit Leuten darüber spreche, die, das ist schlechter geworden, das funktioniert nicht mehr für Glaubst du, dass das einfach der Trend sein wird? Es wird wieder zu ...

Man geht mehr auf Partys mit Freunden, lernt da andere Leute kennen und wieder Leute in person kennen. Das ist so meine These. Neben Dating-Apps werden da auch noch drauf sein. Aber ich glaube, die Erfolgswahrscheinlichkeit, wenn man in person Dating macht, ist einfach sehr viel höher. Ich glaube, das eine Realisierung, bei immer mehr Leuten einsetzt.

Mina Benz (36:25)

ich folge so einer Matchmakerin aus den und die hat die These auch schon Die zum Beispiel sagt auch, selbst wenn du als qualitative Matches haben willst, dann es führt kein Weg drum rum, dass du dafür bezahlst. So, du musst bezahlen.

egal welches Geschlecht. Sonst bringt das überhaupt Und wenn du ernsthaft wirklich suchen willst, musst du bezahlen, ist ihre Aussage. Und gleichzeitig auch durch diese Netzwerkstrukturen. Und ich glaube, diese Hochphase, gerade auch in der Pandemiezeit, wo Leute die Apps einfach viel benutzt haben, ist vorbei.

Ich bin jetzt ich auch zu weit von dem Alter für das, was eigentlich intendiert ist. Also ich bin halt nicht mehr in meinen 20er und ich habe keine Ahnung wie es ...

Hagen (37:14)

Aber das weiß ich tatsächlich nicht, weil diese Abogebühren

die sind ja super hoch. Wer kann sich das denn leisten? Das können sich Leute erst ab ihren 30ern leisten, sich diese...

Mina Benz (37:20)

Ja, das leisten sich irgendwelche creepy

Dudes, die 21-jährige Frauen daten wollen. Sorry.

Hagen (37:26)

Das ist dann auch noch dieser Faktor, der damit schwingt. Und das ist halt auch irgendwie was, was ich dabei auch denke, so ganz pragmatisch gedacht. Natürlich ... sind auf den Dating-Apps ... spielt die optische Komponente, finde ich, Person hot, spielt natürlich eine wichtige Rolle. Die spielt, auch wenn man sich in echt trifft, eine Rolle. Aber wie häufig hast du Personen kennengelernt, wo du dachtest, hättest du einfach nur Bild von denen gesehen ...

nicht mein Typ, aber dadurch, wie die sich in person gegeben haben, fandest du die Person dann doch hot, weil du die Persönlichkeit gelernt hast und die Personality dazu gepasst hat. Das hat irgendwie funktioniert.

Das ist einfach ein Faktor, wo mir unklar ist, wie man den jemals digital rüberbringen soll. Ich verstehe nicht, wie das gehen soll.

Mina Benz (38:10)

Ach, ich weiß nicht. Ich bin vielleicht auch bisschen ambivalent.

Ich hab mehrere Beziehungen übers Internet gefunden. Über das Virtuelle. So, und da ... hatte ich auch sonst nicht ... ... gefunden klingt auch falsch. hat sich so ergeben, ja? Weil man, glaub ich, sich auch in einem Kontext kennengelernt hat, wo man sich erst angefreundet hat und dann als vielleicht irgendwie geknistert oder irgendwie hat man angefangen, miteinander zu flirten oder so.

Wenn Dating-Apps das irgendwie abbilden könnten, wären sie, glaube ich, viel erfolgreicher. Also ich würde ja, wenn CEO von der Match Group wäre oder von Bumble,

dann würde ich ja gucken, dass ich irgendwie so eine Kooperation mit Discord machen würde. Ja, und da, weil da gibt es total viele Community-Foren und Leute mit ähnlichen Interessen. Und da kann man auch chatten und da kann man sich vielleicht unverfänglich mal kennenlernen.

Und wenn man das schaffen würde, da eine Integration, die smooth ist, zu machen, und wenn's nur im Backend so ein Tick wie, ja, ich bin prinzipiell offen für ... Geflirte oder Relationships.

Hagen (39:21)

Also das alte Tinder-Facebook-Feature nur halt für Discord, Twitter, Instagram, whatever.

Mina Benz (39:27)

Ich kenn dieses Tinder-Facebook-Feature nicht, keine Ahnung, aber I guess.

Hagen (39:32)

das finde ich total spannend und das finde ich, glaube ich, auch einen super wichtigen Punkt. Das größte Problem von Dating-Apps ist, dass man da draufgeht in der Suche nach aktiv daten Beziehungen. Werden coole Beziehungen häufig daraus entstanden sein, die Person finde ich cool.

Und da ist dann mehr daraus entwickelt. Ich hab das auch gehabt, dass ich Leute über Twitter oder Instagram kennengelernt habe. Und zwar nicht in der Intention, dass es zu einem Date führt, sondern die Person ist cool, die findet mich auch cool, man schreibt miteinander, dann ist es aufgebaut. Wie Leute im entfernten Freundeskreis kennenzulernen und dann so, wir waren jetzt bei zwei, drei Partys, zufällig saßen wir dann doch immer in der gleichen Ecke und haben ewig viel gesprochen.

Und wenn man sowas hinkriegen könnte, das wäre tatsächlich cool. Aber dazu müsste man akzeptieren, dass der erste Schritt nicht Dating ist, was das Problem bei einer Dating-App ist. Ich bin mal gespannt, ob wir da Wege daraus finden. Gerade in

Mina Benz (40:26)

Ja, aber da könntest du sogar mit der Nitro-Mitgliedschaft bei Discord kombinieren. Du könntest sogar ein Bezahlmodell draus machen. zehn Euro Monat bezahlt, damit ich bestimmte Emojis benutzen kann auf Discord. Ja, also ... I don't know.

Hagen (40:44)

Da ist natürlich auch das Lustige, das große Problem, dass diese ganzen Social Media Apps ihre Social Graphs dicht gemacht haben, um den Access zu verhindern. Das ist ja das, warum Tinder auffällen musste, diesen Facebook-Social Graph zu benutzen. diese Unternehmen das genutzt haben. Ich gehe zu Facebook, gehe zu Twitter und gucke, wem du folgst, wer dir folgt. festgestellt ...

Diese Daten zu haben, ist ein Businessmodell, die gebe ich nicht raus, die möchte ich für mich behalten. Instagram ist so groß geworden, weil die auf Twitters Social Graph aufgebaut sind. Das war der große Startschuss. Danach haben alle das ganz schnell zugezogen, sie gemerkt haben. Man kann damit eine Konkurrenz starten und wollen Zugang nicht mehr geben. Aber wenn sie einen Weg finden würden, könnte das ein guter Weg sein. Vielleicht hört jemand von Discord zu, was ich nicht glaube. Aber

Mina Benz (41:31)

Also ich finde ja immer noch, die sollten mich einfach für Wachstumsstrategien einstellen. Nicht einstellen, beauftragen. Ich will ja nicht mehr in Tech arbeiten. Ich will ja nur damit ich nicht stuck bin. Aber also, ich meine das ernst. Discord irgendwie total unterschätzt. Das auch so das vorin ähnlichste, was wir haben, außer Reddit vielleicht. Reddit aber dann noch mal.

Hagen (41:52)

Pay to Discord Kitten

Mina Benz (41:55)

weiß wieder keiner was das ist Hagen.

Hagen (41:57)

Ähm ... Abonniert Nevercontent. Früher oder später wird das Thema Discord-Kitten garantiert auftauchen. Eher unangenehme Sache und keine coole Sache im Internet. Darum beenden wir diese Folge jetzt doch lieber mit was Gutem und nicht was Negativen wie Discord-Kittens. Es gibt nämlich auch gute Nachrichten im Internet diese Woche. Du hast zum Beispiel eine gefunden, über die du reden wolltest.

Mina Benz (42:21)

Ja, ich hab mich jetzt wieder unbeliebt. ich krieg diese Gerüchte, Mina ist AI-Haterin, werd ich wahrscheinlich nie Weil ich versuche, differenziert zu sein. Aber meine gute Nachricht der Woche ist Guidance, die die New York jetzt kürzlich an ihre Freelancer geschickt hat. Und da wird sehr, sehr drastisch und direkt darauf hingewiesen, dass Freelancer, die

die irgendeine Art von Content, sei es jetzt Fotos oder Video oder Texte, für die New York Times erschaffen, dass die auf gar keinen Fall erstens diese Werke in KI geben dürfen und auch von der KI nichts dafür benutzen dürfen. Das Einzige, was erlaubt ist, ist ganz, ganz hochlevelige Recherche. Und wenn man über die Tools schreiben möchte, darf man sie auch benutzen und da Sachen reingeben, aber nur nach Zustimmung der New York Times.

Und das finde ich doch mal einen Gewinn für Journalismus. Das finde ich persönlich sehr gut, weil das nämlich das Handwerk, das Schreibens

Ja, schreiben ist ein Handwerk. Und das ist etwas, was einen wirklich ...

Jahre kostet gut zu lernen und zu meistern. Und das sage ich als jemand, die von wissenschaftlichen zum journalistischen zu Prosa und Sachbuch und Lyriktexten alles schon geschrieben und veröffentlicht hat. Und ich glaube, das hat mich einfach sehr happy gemacht, sehen, dass die New York Times da so eine krasse Position bezieht und einfach sagt, nein, wir wollen unser Handwerk stärken und wir wollen das nicht, dass ihr da irgendwelches KI-Zeug da reinpackt.

Hagen (44:04)

Ich hab was anderes, was ich cool finde. Ich hab nämlich ... das letzte Wochenende über Mixtape gespielt. Das ist ein Spiel von Annapurna Interactive. Das dauert nur so drei Stunden, das zu spielen. Und das ist unfassbar cool. Also wirklich, ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal bei dem Spiel gedacht hab, ist das Also man spielt so Teenager. Genau wie gesagt, man spielt ein Teenager-Mädchen. Das ist so der letzte Tag der Highschool in einer Freundesgruppe. Die ist krasser Musikfan.

Die ist natürlich auch so bisschen nervig, weil sie ist ein Teenager-Mädchen, die ein krasser Musiknerd ist. Es ist also sehr realistisch getroffen, ehrlich gesagt. Aber was halt supercool ist, so, das ist so heightened reality. Das ist mehr man sich erinnert, wie es damals war. ist kein realistisches Abbild davon. Das heißt, wenn die über eine Wiese rennen, springt man plötzlich, und dann fliegt da so bisschen Hype drüber und solche Sachen. Äh

Mina Benz (44:54)

Aber was ist denn Action Adventure?

Hagen (44:57)

ist weder Action noch Adventure. die Mechanik passt sich der jeweiligen Situation an. Die haben geguckt, wir haben in dieser Spielsituation, bringen wir gerade diese Emotionen rüber, was können wir für eine Mechanik ausdenken? Das sind komplett unterschiedliche Sachen. Wenn sie von ihrem ersten Kuss erzählt, steuert man mit dem linken Stick ihre Zunge, mit dem rechten Stick die Zunge ...

Ja, aber das ist halt auch bisschen absichtlich U-mäßig installiert. dann bei einer anderen Szene, wo die vor einer Party flüchten mit der Freundin, die viel zu viel getrunken hat und halb im Koma ist, die haben sie dann in so einen Einkaufswagen gesetzt und dann steuert man plötzlich den Einkaufswagen über die Straßen, es bergab geht und muss so Hindernissen

Mina Benz (45:21)

Eeeeuuh...

Hagen (45:42)

Es gibt so eine Szene, wo man einfach nur Steine über den See wirft. Das sind wirklich so einzelne, mechanisch, komplett unabhängig voneinander Szenen. Das ist einfach extrem cool gemacht. Ich hab so was noch nie gesehen, wo man wirklich einfach geguckt hat. Wir wollen eine Geschichte erzählen, die ist im Fokus. Für jede Szene, die wir machen, was ist eine Mechanik, dazu passen könnte?

Und es ist auch keine riesige Geschichte, wie gesagt, so drei Stunden, es hat sich massiv gelohnt, das zu spielen. Super cool. Ich kann's wirklich nur empfehlen.

Mina Benz (46:11)

Also eine Geschichte, die nicht nur heiße Luft war, jetzt nochmal die Klammer zum Anfang zu machen. Ich bin der Podcast-Profi. Vielen Dank auch nochmal an alle Zuhörende, egal auf welcher Plattform, und für die Abos und die Likes, falls ihr das noch nicht getan habt und falls euch das aber irgendwie...

Hagen (46:20)

Mhm.

Mina Benz (46:32)

Falls ihr uns noch nicht abonniert habt oder uns ein Like gegeben habt, dann tut das doch gerne, weil wir freuen uns dann voll wenn ihr irgendwas zu sagen habt zu dieser Folge, wenn ihr eine Meinung habt zu KI im Dating oder zu Marken als GeschichtenerzählerInnen, dann kommentiert auch gerne auf den Plattformen eurer Wahl.

Hagen (46:52)

Oder wer mal so eine Idee hat für ein

Thema, was wir mal besprechen könnten, wo ihr auch denkt, da sind spannende Texte, könnt ihr auch gerne kommentieren und dann können wir das vielleicht mal in einer zukünftigen Folge aufgreifen.

Mina Benz (46:59)

Yes!

Yes! Weil unsere Themenliste ist erst eine Seite lang. Das kann noch länger werden.

Hagen (47:08)

Aber wir sind auch immer offen für neue Ideen oder falls euch was begegnet ist, ihr denkt, da könnte man eigentlich auch noch mal drüber reden, weil der Einfluss auf uns und unsere Gesellschaft ist eigentlich größer, als man erst mal denken würde.

Mina Benz (47:19)

vielen Dank fürs wünschen euch ein schönes Wochenende oder eine schöne Woche, je nachdem wann ihr das hört. vielleicht sehen wir uns auf der Republika, falls ihr es noch rechtzeitig hört. Bis bald, ciao!

Hagen (47:29)

Bis dann

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