Algospeak erklärt: Unalive, Clipping Farms und die Wahrheit über Algorithmen | Never Content #2

Warum ersetzen immer mehr Creator Wörter durch Begriffe wie „Unalive“ oder Emojis? Mina und Hagen diskutieren, wie Algospeak entstanden ist, warum viele Medienschaffende die Funktionsweise von TikTok- und YouTube-Algorithmen missverstehen und weshalb freiwillige Selbstzensur problematisch sein kann. Außerdem diskutieren sie, warum sogenannte Clipping Farms organisches Fandom imitieren, welche Auswirkungen das auf Reichweite und Urheberrecht hat und weshalb Kurzclips heute so wichtig für das Wachstum sind.

Algospeak und Clipping Farms – Never Content Folge #2

In dieser Folge:

  • Was Algospeak ist und warum sich Begriffe wie „Unalive“ verbreitet haben.

  • Warum viele Creator den Empfehlungsalgorithmus falsch verstehen.

  • Weshalb Plattformen ihre Moderationsregeln bewusst nicht vollständig offenlegen.

  • Warum Engagement wichtiger ist als einzelne Wörter.

  • Weshalb Journalismus sich nicht aus Angst vor Algorithmen selbst zensieren sollte.

  • Welche Rolle Media Literacy beim Umgang mit Social Media spielt.

  • Warum Emojis und Ersatzbegriffe langfristig keine funktionierende Strategie gegen Moderation sind.

  • Wie Empfehlungsalgorithmen tatsächlich auf Nutzerverhalten reagieren.

  • Warum Clips heute wichtiger für Podcast-Wachstum sind als klassische Podcast-Plattformen.

  • Weshalb Plattformmoderation und algorithmische Empfehlungen zwei unterschiedliche Systeme sind.



Kapitelmarker und Shownotes

Kapitel

00:00: Intro

01:09: Das »Clippers«-Phänomen auf TikTok und Co.

19:10: »Algospeak« erreicht den Journalismus

41:56: Cooler Kram im Internet

Worüber wir sprechen


FAQ zur Folge:

Was sind Clipping Farms?

Clipping Farms erstellen und veröffentlichen in großer Zahl kurze Videoausschnitte aus Podcasts, Streams oder Interviews. Ziel ist es, möglichst viele virale Clips auf Plattformen wie TikTok, Instagram Reels oder YouTube Shorts zu verbreiten. Das ganze soll organisches Fandom imitieren und damit Wachstum ankurbeln.

Warum sind Clipping Farms erfolgreich?

Kurze Videos lassen sich leicht konsumieren und werden von Empfehlungsalgorithmen häufig bevorzugt. Dadurch erreichen einzelne Clips oft ein deutlich größeres Publikum als die ursprüngliche Podcastfolge. Zudem sind die Inhalte nicht als Werbung gekennzeichnet und durchlaufen eher “organische” Hype-Zyklen.

Warum veröffentlichen Podcasts heute eigene Clips?

Viele Podcasts gewinnen heute einen Großteil ihrer neuen Hörer über TikTok, Instagram Reels oder YouTube Shorts. Eigene Clips helfen dabei, Reichweite aufzubauen

Was ist Algospeak?

Algospeak bezeichnet Ersatzwörter oder Umschreibungen, die auf Plattformen wie TikTok oder YouTube verwendet werden, um eine mögliche Einschränkung der Reichweite oder Moderation zu vermeiden. Bekannte Beispiele sind „Unalive“ statt „Tötung“ oder das Weintrauben-Emoji / “Grape” statt „Vergewaltigung“.

Warum sagen Menschen „Unalive“ statt „Tötung“?

Viele Creator glauben, dass bestimmte Begriffe ihre Reichweite reduzieren oder Videos demonetarisiert werden. Ob einzelne Wörter heute tatsächlich noch ausschlaggebend sind, ist jedoch umstritten, da moderne Moderationssysteme den gesamten Kontext eines Videos auswerten.

Warum sollte Journalismus Algospeak vermeiden?

Die Folge argumentiert, dass journalistische Medien ihre Sprache nicht an vermutete Algorithmusregeln anpassen sollten. Stattdessen sollten sie verständlich und präzise berichten und sich nicht freiwillig selbst zensieren.

Was ist der Unterschied zwischen Content Moderation und Empfehlungsalgorithmus?

Content Moderation entscheidet, ob Inhalte gegen Plattformregeln verstoßen. Empfehlungsalgorithmen bestimmen dagegen, welche Inhalte Nutzer wahrscheinlich sehen möchten. Beide Systeme arbeiten unabhängig voneinander und werden häufig verwechselt.


Glossar

Algospeak

Sammelbegriff für Ersatzwörter und Umschreibungen, die verwendet werden, um eine mögliche Einschränkung durch Plattformmoderation oder Empfehlungsalgorithmen zu vermeiden.

Algorithmus

Ein Empfehlungssystem, das Inhalte anhand des Nutzerverhaltens auswählt und priorisiert. Im Podcast wird erklärt, dass Algorithmen vor allem auf Interaktionen reagieren und nicht ausschließlich auf einzelne Wörter.

Clipping Farm

Bezeichnung für Accounts oder Unternehmen, die in großer Zahl kurze Videoausschnitte aus Podcasts, Livestreams oder Interviews erstellen und auf Plattformen wie TikTok, Instagram Reels oder YouTube Shorts veröffentlichen. Ziel ist es, möglichst viel Reichweite durch virale Kurzvideos zu erzielen.

Content Moderation

Maßnahmen von Plattformen wie TikTok oder YouTube, um Inhalte anhand ihrer Richtlinien zu prüfen, einzuschränken oder zu entfernen.

Creator Economy

Wirtschaftliches Ökosystem, in dem Content Creator Einnahmen über Plattformen, Werbung, Sponsoring oder Mitgliedschaften erzielen.

Demonetarisierung

Einschränkung oder Entzug von Werbeeinnahmen für Inhalte, die nicht den Monetarisierungsrichtlinien einer Plattform entsprechen.

Engagement

Interaktionen wie Likes, Kommentare, Shares oder Wiedergabezeit. Sie sind ein wichtiger Faktor dafür, welche Inhalte Empfehlungsalgorithmen verstärkt ausspielen.

Media Literacy

Die Fähigkeit, digitale Inhalte kritisch zu bewerten und Funktionsweisen von Plattformen, Algorithmen und Medien einzuordnen.

Empfehlungsalgorithmus

System, das entscheidet, welche Beiträge Nutzern vorgeschlagen werden. Im Gegensatz zur Content Moderation geht es hier um Relevanz und Nutzerinteresse, nicht um Regelverstöße.

Shadowban

Umgangssprachlicher Begriff für die vermutete Einschränkung der Reichweite eines Accounts oder Beitrags, ohne dass dies von der Plattform ausdrücklich bestätigt wird.

TikTok

Kurzvideo-Plattform, deren Empfehlungsalgorithmus maßgeblich dazu beigetragen hat, dass sich Algospeak und neue Formen der Content-Erstellung verbreitet haben.

YouTube Shorts

Kurzvideoformat von YouTube, das ähnlich wie TikTok algorithmisch empfohlen wird und für viele Podcasts und Creator ein wichtiger Kanal zur Reichweitengewinnung ist.


Transkript zur Folge

Zusammenfassung: Warum sagen Creator „Unalive“ statt klarer Begriffe? Wir sprechen über Algospeak, Clipping Farms, TikTok- und YouTube-Algorithmen, journalistische Verantwortung und warum viele Mythen über Reichweite bis heute bestehen.

Die Transkription wurde automatisiert erstellt und kann Fehler enthalten.

Hagen (00:00)

Mina, wir haben ja jetzt gerade einen frischen Podcast gestartet, sind dabei aber gleichzeitig auch auf Video gegangen und auch auf TikTok und Instagram Reels präsent. Warum haben wir das eigentlich gemacht?

Mina Benz (00:12)

find's geil, wir haben zwei Clips gemacht und du sagst, wir sind da jetzt präsent.

Hagen (00:18)

Das ist, weil du noch nicht den Clip gemacht hast, den du machen wolltest von der letzten Folge.

Mina Benz (00:21)

Ich weiß. Das Ding ist ja, ich fühle so krassen Druck, weil die Leute denken jetzt, die war bei TikTok, die kann bestimmt voll die guten TikToks machen. Nee, kann die Ich kann das nicht.

Hagen (00:30)

Aber das ist ein interessantes Problem, wo wir, glaube ich, diese Folge noch drauf kommen. Wir sprechen über dieses ganze Phänomen mit Clips von Podcasts, unter anderem die durch TikTok und Instagram fliegen, da kommen wir gleich noch zu. Ein anderes Thema apropos TikTok und Instagram ist Leute, die so sprechen, wie sie glauben, dass die Plattform gerne hätte, dass man spricht.

Mina Benz (00:50)

Ja, sehr unangenehm. Und dann schreiben die auch noch so, ist noch schlimmer.

Hagen (00:53)

Genau, die sogenannte Mein These ist ja auch noch, dass es Quatsch das zu machen. Also wenn ein Nichtstört, das so gesprochen wird, bringt es überhaupt nicht, eigenes Sprechverhalten so anzupassen. Das ist so das andere Thema, mit dem wir uns diese Woche beschäftigen wollen, in…

Mina Benz (01:15)

Ich mir einen Jingle ausgedacht für unser erstes Thema. Möchtest du's hören?

Hagen (01:19)

Do it!

Mina Benz (01:20)

Denn sie sind Clipper, Clipper, sie clippen Clips von jeder Show. Und ich sag, ho, no.

Hagen (01:30)

Ich merke, du hast dir ein Jingle ausgedacht, ist das Flipper-Theme singen. Sollten wir Gen Z-Publikum haben? Was ist Flipper, Mina?

Mina Benz (01:41)

Flipper war eine Serie mit einem Delfin. Flipper war der Timmy der 80er, 70er, 60er, I don't know.

Als ob die Leute, wenn die nicht wissen, was Flipper ist, dann wüssten die auch nicht, wer Lassie war. Ja, oder Black Beauty.

Hagen (01:55)

Das stimmt allerdings.

Black Beauty bin ich tatsächlich auch aus, ich zu jung für. Also ich weiß, was es ist, aber ich hab's nie gesehen, da bin ich zu jung für. Ich glaube, ich war gerade so Tail-End von Flipper und Lassie, das hab ich gerade eben noch so gesehen und auch nur, wenn ich bei meiner Oma war.

Mina Benz (02:11)

Ja, also Black Beauty war eine Geschichte über ein schwarzes Pferd, das Black Beauty Und dann hat man Abenteuer damit erlebt.

Hagen (02:21)

Ihr Abenteuer mit Tieren war damals auf jeden Fall ganz großes Kino. Und zwar mit echten Tieren, nicht mit Cartoontieren.

Mina Benz (02:27)

Richtig. wenn das heute gemacht werden würde, dann würden wir davon nämlich auch Clips auf TikTok oder Reels finden. Siehst du, wie geil ich die Überleitung gebaut habe?

Hagen (02:36)

Absoluter Überleitungsprofi.

Die Radiokarriere, steht nichts mehr im Weg. So funktioniert's Clipper, ist Leute, die Clips aus Podcasts oder Livestreams von Twitch schneiden und verbreiten. Und da hatte Miyasato in The Verge jetzt einen großen Artikel drüber geschrieben über die ganze Industrie. Und das ist halt ganz interessant, weil

Das ist halt wirklich eine Industrie. Man kann Clipper beschäftigen. Es gibt ganze Agenturen, die einem die vermitteln. Und dann gibt man das hin und sagt so, hey, ich bin Streamer, bin Podcaster. Macht ihr mal die Clips und ladet das dann TikTok hoch, ladet das bei Instagram Reels hoch.

die laden das dann nicht zwangsläufig hoch, wie wir, wenn wir jetzt hier Kurzvideo draus generieren, dann laden wir das bei Instagram auf unserem Never-Content-Kanal hoch, bei TikTok auf unserem Never-Content-Kanal hoch, aber die laden das dann unter normalen Usern sozusagen hoch, wie

wie damals, als man bei TikTok angefangen hat und da die ganzen Family Guy Clips gesehen hat zum Beispiel.

Mina Benz (03:38)

wird dann zum Teil halt verlangt, dass die mindestens 10.000 Follower haben oder so oder bestimmte Hashtags benutzen.

Aber, und dann kriegen die Geld dafür. Dann kriegen die zum Beispiel 150 Dollar pro, was war das, 100.000 Views oder so?

Hagen (03:53)

Ich hab die Zahl gerade auch nicht im Kopf. im Grunde ist es wie Product Placement funktionierend. Nicht markierte Werbung. Hab doch bitte das Album von Grimm104 im Hintergrund stehen. Wir geben dir Geld dafür, wenn du groß genug bist, das zu machen. Das ist jetzt mal ein privates Album, aber das kein Product Placement. Im Grunde ist es genau das. Nur, man als Video gleich so Hey, guck mal, was ich cooles gefunden habe. Als hätte ich es gefunden.

Mina Benz (04:18)

Genau, und wie der Mechanismus, warum das funktioniert, ist ja, bevor man das käuflich machen konnte, haben Leute dann Momente aus Podcasts Streams und die selber als Clip geschnitten, weil sie zum Beispiel Fan der Show waren oder das witzig fanden oder vielleicht sich auch aufgeregt haben. da vielleicht nur ein ...

Emoji oder ein Kommentar oder was weiß ich oder vielleicht auch noch gar nichts, vielleicht nur in der Beschreibung so, habt ihr das gesehen, das war so krass oder Und das dann einfach hochgeladen haben, weil sie darüber mit anderen Zuschauenden oder Fans in Kontakt treten wollten. So und durch diese Clipper, sorry der Name, ich schieb jedes Mal einen Clipper auf. Durch diese Clipper wird aber

das vorgegaukelt, als seien die Leute, die das jetzt hochladen, einfach tatsächlich an den Inhalten interessiert, sind sie aber nicht. Sie werden dafür bezahlt, dass sie das hochladen. Das heißt, es wird vorgegaukelt, dass dort natürliche Fangemeinschaft oder so ist, die sich für die Inhalte

Das heißt, wenn ich jetzt Geld in die Hand nehmen würde, könnte ich uns im Zweifel auch boosten. weiß sollten wir es vielleicht mal ausprobieren vor der Plot. Aber es geht wahrscheinlich nicht, weil das ist das meiste ist jetzt in den USA.

Und natürlich wird dann auch wieder gesagt, je nachdem, die Views herkommen oder wo die Profile sind, die die Clips hochladen, hat das auch eine unterschiedliche Zum Beispiel stand in dem Artikel nämlich, alles, aus Indien kommt, ist wertlos. Und warum ist das so? Weil erfahrungsgemäß ganz viel, nämlich natürlich viele und Indien kamen. warum ist das

dann relevant, dass man diesen Anschein nicht erwecken möchte, genau nur dann, wenn man vorgaukeln möchte, dass das ja alles organisch und echt ist.

Was ich interessant finde, kenne ich das aus Fan-Communities, dass Leute Clips schneiden und die verteilen und verbreiten von Momenten, die sie cool finden und dann connectet man irgendwie darüber mit anderen Fans und dann sagt man, weißt du noch, als das war oder, scheiße, das hab verpasst, voll Und was ich jetzt interessant finde und was in dem Artikel, den du jetzt erwähnt hast, auch so gut beschrieben ist, dass das mal wieder etwas ist, was aus einer Fan-Community kommt.

Und durch diesen kapitalistischen Einsatz, durch diese Kommerzialisierung davon, wo Leute dafür bezahlt werden, interessante Momente in Anführungszeichen wird da wieder so ein eigentlich natürliches Fandom-Feature und Kapitalismus-Instrument verwandelt. Das finde ich richtig krass.

Hagen (07:03)

Ich glaube, das ist eine These, ich so nicht mitgehen würde, weil wo ist der Unterschied zu dem, was ein Trailer bei einem Kinofilm war, den man dann vor andere Sachen gepackt hat, was Clips aus den Filmen sind, die man dann dahin packt. Also ist das nicht einfach auch ein klassisches Werbemedium?

Mina Benz (07:21)

Nee, weil das Die Besonderheit bei den Clips ist ja, dass das den Anschein erwecken soll, sei das user-generated Bei einem Trailer hast du einen ganz klaren Absender, das ist das Studio. Oder postet ein Schauspieler das. Da hast du einen klaren Absender, der erkennbar mit dem Film zusammenhängt. Das hast du bei den Clips nicht.

Hagen (07:46)

fair, ich meine, da gibt es auch noch dieses ganz andere Element, das ganz viel auch definitiv wirklich geklauter Content ist, wo dann die damit natürlich auch einfach so, ich poste jetzt ganz viele Clips von dem erfolgreichen Streamer und kriege dafür was von diesen Werbeeinnahmen ab, weil ich selber kein Content produzieren muss. Also das ist ja dieses Lustige. Es gibt einmal dieses, ich beauftrage Clipper, das für mich zu machen, damit mein Content verteilt wird und dann gibt es, nee, ich klaue es wirklich, die Inhalte und

Mach damit dann aber auch mein Geld. Das ist ja so ein Mix aus Beiben.

Mina Benz (08:17)

Klar, ich... Also, was ich natürlich interessant und bedenklich ist natürlich nur die Seite von den Weil zum Beispiel mein ganzer Feed, das kann jetzt auch sein, einfach meine For-You-page auf TikTok weiß, dass das Content ist, der mich interessiert. Aber es gibt ja jetzt von The Handmaid's Tale, gibt's Ableger, heißen The Testaments. Und mein ganzer Feed ist voll mit The Testaments Clips.

Aber ich war schon echt fasziniert, dass so viele Clips da sind, weil du riskierst ja auch einen Copyright-Strike, wenn du das Und einfach so hochlädst. Und dann gibt es natürlich auch Leute, es gibt auch ein paar Leute, denen ich folge, die machen so richtig coole, interessante Analysen dazu. Über die reden wir nicht.

Wir reden wirklich nur über Leute, die sich einen Teil davon rausnehmen und das eins für eins hochladen. Oder teilweise noch mit so einer KI generierten Stimme, die so eine Zusammenfassung darüber spricht.

Wenn man sich dann auf die Profile geht, dann sieht man plötzlich, dass das keine Leute sind, die sich wirklich für diese Show interessieren oder Fan sind. Sondern dann ist auf einmal ein Clip The Handmaid's Tale, der nächste Clip ein Podcast, der nächste Clip irgendein Film, der nächste Clip irgendeine TV-Serie, und es ist alles super random. Und dann irgendwie, denn das nächste Video ist ein aufgenommenes Privatvideo ...

tatsächlich Nutzer, an dem der Kanal ich weiß nicht, warum mich das so trifft. Vielleicht weil ich wirklich gerne, weil ich Fandoms cool finde und weil dieses Medium, wenn man sich mit Leuten vernetzen möchte und irgendwie dieses Excitement teilen über guten ich fühle mich irgendwie so bisschen verraten, dass Leute dafür bezahlt werden.

Hagen (09:56)

Ich finde das so, ich finde das aber so lustig, weil auf der einen Seite ja, aber vielleicht auch, weil wir da andere Erfahrungen mitgemacht haben, ist so meine Erfahrung nach, wie diese Plattformen gewachsen sind. Das hat schon immer auf Urheberrechtsverletzung und nicht aus Fandom-Seite basiert. Also natürlich gab es das auch immer, aber da gab es auch einfach super viel mit, ich teile jetzt, Family Guy ist wirklich dieses Standardbeispiel, ich teile diesen Family Guy-Clip oder ich meine ...

Eins der wegweisenden YouTube-Urteile, die auch zu Content-ID haben und so weiter, war ... South Park war das, ich, damals, was dann so geteilt wurde. Urheberrechtsverletzung war immer inhärent in diesen Plattformen drin. Und auch nicht immer nur von fandomseite, sondern auch immer von Leuten, die einfach nur mit geklautem Content Reichweite erzielen wollten. Das war ein super wichtiger Faktor und ist es eigentlich auch immer noch, dass Leute halt irgendwie ...

Ich glaube, darum funktioniert Family Guy auch so gut, diesem superrandom Humor, der nicht aufbaut, die ganzen Throwaway-Gags, die so 20, 30 Sekunden dauern, lassen sich perfekt reproduzieren, weil du nichts darüber wissen musst.

Mina Benz (10:59)

Ja, und jetzt, wenn du Podcaster bist, dann kannst du jemanden bezahlen oder Influencer, dass jemand aus deinem Stream interessante Momente als ob du eine Fangemeinschaft hättest.

Hagen (11:10)

Ja, und ich glaube, da kommen wir auch zu einem super wichtigen Punkt. Wir haben jetzt einen neuen Podcast gestartet und wir haben von Anfang an darüber gesprochen, dass wir eigentlich auch in Videopräsenz sein sollen. Wir wissen, dass dieser Podcast jetzt kaum jemand wird sich auf YouTube hinsetzen und das gucken oder auf Spotify hinsetzen und das wirklich

ist jetzt nicht das große Thema. Ich möchte jetzt keinen Riesenfass aufmachen, aber das denke ich bei ganz vielen Podcasts, die angefangen haben, jetzt Video hinzuzufügen und dann über Sachen reden, die sie auf dem Bildschirm zeigen. ich denke so, Leute, selbst wenn ihr auf YouTube angemacht werdet, die Leute gehen dann in die Küche und kochen nebenbei. Niemand setzt sich hin und guckt eine Stunde konzentriert auf dem Bildschirm und guckt euch beim Reden zu. Das ist immer noch ein Audiomedium. Und ein wichtiger Faktor war die Clips, weil

wir haben gesagt, wir sind da im Video präsent, weil wir Clips machen wollen, die dann auch auf den sozialen Medien sind. Denn das ist auch ein Grund, warum das gerade bei Streamern viel der Fall ist. Und bei Podcasts, das sind zwei nicht über Algorithmen Niemand lässt sich Podcasts vorschlagen und hört da rein. Und auch neue Streamer erkennt man nicht durch ...

Ich geh auf Twitch und der Algorithmus schlägt mir grade was vor. Das ist nicht, wie diese Medien funktionieren. Es gibt Ausnahmen, aber das ist im Grunde nicht, wie man wächst. ist nicht, wie man zum Beispiel als YouTuber wächst, wo man auf der Recommended-Seite auftaucht. Oder als TikTokker wächst, weil man da auf der Recommended-Seite auftaucht. Das heißt, wir machen hier Clips daraus, oder fast alle Podcaster mittlerweile, machen Clips, die dann auf TikTok oder Instagram Reels landen, in der Hoffnung, da vom Algorithmus an Leute aufgespielt zu werden, wo die dann denken ...

Ja geil, diesen Podcast möchte ich hören und dann den Podcast abonnieren.

Mina Benz (12:53)

Und das ist ein bisschen irre, weil eigentlich, damit das gut funktioniert, müssten wir uns Witze reinscripten. In diese Episode, die ich dann klippen könnte.

Hagen (13:01)

Genau, das müsste man machen. Das ist auch eine lustige Debatte, sollten wir unser Podcast für TikTok so zusammenschlagen, ist, äh, zusammenschlagen, sollten wir den

Mina Benz (13:12)

bisschen extrem, aber okay.

Hagen (13:15)

also schneiden wir das so raus, schneiden wir das so zusammen, dass es wie so ein perfekter TikTok-Joke funktioniert, mit ganz viel Schnitt hin und her, hin und her, oder schneiden wir es so zusammen, dass es repräsentativ für den Podcast ist, was dann wahrscheinlich vom Algorithmus nicht ganz so weit ausgespielt wird, das heißt, man hat weniger Views auf dem TikTok, aber ...

Leute, die das dann mögen, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit zum Podcast zu kommen, als Leute, sehen so einen Clip, aber gar nicht mehr so viel mit dieser Show zu tun hat. Das sind irgendwie sehr perverse Sachen, die dann auch dazu führen, dass Leute das halt wirklich in ihre Podcasts reinskripten, solche TikTokable Moments zu haben. Also das ist halt, das hat dann wieder Einfluss auf das Medium an sich.

Mina Benz (13:53)

Ja, genau. das ist irgendwie ... Also, ich mein, da sind wir jetzt sehr meta über Podcasts über dass es jetzt diese Clipper gibt, wo man das dann vorgaukeln dass da organisches Interesse ist. Das ist für mich so gleiche Marke wie Fake-Follower kaufen.

Hagen (14:14)

Genau, das ist die gleiche Marke. Gleichzeitig muss man sagen, das funktioniert natürlich auch. Also Fake-Follower kaufen, da finde ich immer dieses Standardbeispiel. Bei der Musik hast du es ganz häufig, dass Fans damit argumentieren, guck doch mal, wie viele Streams diese Person hat, darum ist der Star, das ist doch voll, dass er guckt dir die ganzen Streams an. Das ist kein Maßstab, der irgendwas wert ist, weil man das alles faken kann. Und trotzdem ...

Hilft es den Fans da zu argumentieren und die Leute gegeneinander zu stellen oder geht Streaming-Zahlen zu argumentieren, statt darüber zu diskutieren, ist der Song besser, ist der Podcast besser, ist der Streamer besser? Nein, das ist auch dieses komische Ding, dass dieses Argumentieren mit Zahlen und Zahlen als Synonym für Qualität nehmen, was sie noch nie auch in Fandoms angekommen ist und die sich dann gegenseitig da, guck mal, wie viele Leute darüber reden, was ein Produkt nicht besser macht, aber von den Fandoms so gewertet wird.

Mina Benz (15:11)

Ja, also als ich bei TikTok angefangen hab, wir auch andere Maßstäbe als nur Aber das war in the back, in the good old days.

Hagen (15:17)

Aber ich finde das halt wirklich krass, wie sehr in Fandoms mittlerweile sogar mit Zahlen argumentiert wird. Und das ist immer

Mina Benz (15:28)

Kurzer Rant, also das ist schon, da geht's jetzt wirklich sehr, vielleicht machen wir da nochmal ne Sonderfolge, aber ich möchte jetzt einmal Weil ich bin ja auch sehr stark unterwegs auf so Fanfic Seiten, zum Beispiel Archive of our Own

dann gibt es so Plug-Ins, wo sich Leute anzeigen lassen können, was ist die Kudos, also das Like, Und nur wenn du dann, weiß ich nicht, mindestens ... Ich lese nur Fanfics, die mindestens zehn Prozent Kudos-Rate haben. Was so komplett ...

Okay, da ist nicht verstanden, was Fanfics sind. Aber...

Hagen (16:07)

Ja, aber das ist ja ein allgemeines Kulturverständnis. erinnere mich an den Aufruhr als, YouTube zeigte den Dislike-Button nicht mehr an. ⁓ der Film hat den und den Rotten-Tomato-Score. Und die Kritiker sagen das, das Publikum sagt das. Guckt den Film und macht eine Analyse auf der Basis, ob er euch gefällt und was euch daran gefällt. Nicht, was anderen gefällt. Das macht mich wahnsinnig.

Mina Benz (16:31)

Ja, also schreibt uns einen Kommentar, was euch an diesem Podcast gefällt. Bitte nicht schreiben, was euch nicht gefällt, weil ich bin sensibel.

Hagen (16:38)

Das ist so f***ing

Mina Benz (16:45)

An dieser Stelle vielleicht einfach ein kurzes Shoutout an Gavin von Haken Dran, der mich diese Woche in seinen Podcast eingeladen hat. Das erstens sehr viel Spaß gemacht und zweitens war ich sehr beeindruckt von der Supervorbereitung. Und drittens hat es sehr viele neue HörerInnen gebracht. Deswegen vielen Dank. Hallo an alle, die von Gavin gekommen Und das ganz ohne Clips auf TikTok.

Hagen (17:11)

Jein, aber dafür halt in einem anderen Podcast auftauchen. Also das ist ja auch wieder da, dieses Ding im ... Du hast gerne wenig bezahlt, aber es funktioniert halt nach dem gleichen Ding, warum diese Klipper das von den Accounts machen, die da irgendwie halbwegs organisch aussehen, als würden sie aus der Community kommen. Weil das halt funktioniert so. Leute hören Haken dran, denken, oh ja, cool, das passt zu mir, ich hab sie da gehört, jetzt kann ich auch den Podcast hören, wo Mina da auch auftaucht. Im Grunde ist das ja diese ...

Mina Benz (17:16)

Ja, aber ich hab Gewinn

Hagen (17:41)

Genau diese organische Methode, diese Empfehlung, ey, das passt irgendwie, ist ja das, was die imitieren

Mina Benz (17:47)

Ja, es ist ekelhaft und ich freue mich schon, wenn die ganzen Klagen wegen unerlaubter Werbung kommen.

Hagen (17:52)

Ich mag den Optimismus, dass diese Klagen kommen, weil das ist jetzt, was historisch nie so super gut geklappt hat.

Mina Benz (17:58)

Ja, also ich meine, letztendlich braucht es ja irgendjemanden, der auf EU-Ebene sich mal wieder positionieren möchte mit irgendeiner Gesetzgebung oder so

Hagen (18:05)

Na, es ist doch unbezahlte Werbung. Es ist doch genau das, was es ist. In welcher Welt ist das unmarkierte Werbung? Es ist doch genau das Gleiche. Ob das jetzt ein Product Placement ist oder einfach ein Clip. Die wurden dafür bezahlt, etwas zu posten, was sie sonst nicht gepostet hätten. Damit ist es Unmarkierte Werbung, so.

Mina Benz (18:22)

Ja, kann sein. I don't know. Ich bin kein Anwalt. Anwältin.

Hagen (18:27)

Ich auch nicht und trotzdem sage ich, das ist rechtlich so, das ist ein Fakt. This is legal advice.

Mina Benz (18:32)

Das ist keine ... Das ist ... not legal advice. For legal reasons, this is not legal advice.

Hagen (18:35)

It is legal advice. I said so. Und ich werde das nicht aus dem Podcast rausnehmen. werde es hier drin lassen, ich sage, this is legal advice. Und wenn ihr mir glaubt, dann kann ich euch auch nicht mehr helfen. Also ganz ehrlich, wenn ihr mir glaubt, dann kann ich euch auch nicht mehr helfen.

Mina Benz (18:44)

Und mich bitte drin lassen, wie ich sage, das ist kein rechtlicher Ratschlag. Bitte, nein.

Das ist Satire. So.

Hagen (18:53)

Mhm. Satire wird immer am besten, wenn man sie deutlich markiert. Das ist, wie es funktioniert. Apropos Sachen deutlich markieren. Ich Überleitung machen, als wäre ich Mina. Total organisch und überhaupt nicht holprige Überleitung.

Mina Benz (18:55)

Okay.

Hagen (19:06)

bisschen ernstes Zumindest das, was mich darauf gebracht hat, dass wir da diese Woche darüber reden. Das war nämlich ein Post, den ich gesehen habe, den hat ARD Sounds auf Instagram Ich habe das auch von anderen gesehen. Das war jetzt das eine Beispiel, das ist in der Vergangenheit häufiger passiert. Ich möchte jetzt wirklich nicht das eine Beispiel rauspicken. Das war einfach zufällig das, was ich gesehen habe, wo ich dachte, eigentlich müsste man da mal darüber reden. Das war aus einem Interview mit der Influencerin Mary Joan.

Ich weiß tatsächlich leider nicht, wie man sie ausspricht. Ich hab sie immer nur durch meinen Feet scrollen sehen. Sie hat über ein sehr ernstes Thema gesprochen, das ist sexuelle Belästigung. Und sie spricht da super drüber, ordnet das super ein. Das hat nichts an Kritik mit ihr zu tun, sondern ... Ich finde es krass, zu sehen ...

dass auch auf diesen Instagram-Sharepicks sexuelle Belästigung, das E, dann mit Euro-Zeichen geschrieben wurde, also dieser sogenannte Algo-Speak, wo du Sachen anders verpackst, wo du auch nicht von Vergewaltigung schreibst, sondern wo du das Weintrauben-Emoji benutzt, weil Grape klingt wie Rape und diese ganzen Sachen. Man hat niemanden getötet, jemand wurde unalived. Diese ganze Art zu sprechen. Und das ist mittlerweile halt auch in den Sharepicks und darum ist es mir bei ARD Sounds aufgefallen,

Das war halt nicht irgendwie ein Single Influencer, eine Influencerin, das gemacht hat, wo ich vielleicht bisschen mit den Augen rollen würde, aber okay, sondern es war das größte journalistische Medium, was Deutschland hat, die ARD, die das hier in dem Fall gepostet hat. Und wie gesagt, auch bei ganz vielen anderen journalistischen Medien gesehen, auch in der Vergangenheit schon häufiger, dass die sagen, wir trauen uns nicht, sexuelle Belästigung auszuschreiben. Wir trauen uns nicht, Sachen so zu beschreiben,

wie die Wörter eigentlich sind, sondern wir passen uns dem an, was wir glauben, was die Plattformen wollen.

Mina Benz (20:58)

Ja, und da stecken ja zwei Themen drin, finde Das eine Thema diese oder die Zwangssterilität der Realität Und da hat TechDoc sicherlich die meiste Schuld dran durch die berühmt-berüchtigten Moderationslisten. Wir erinnern uns alle

Hagen (21:19)

Ich glaube,mdas solltest du noch mal kurz einführen. Ich weiß gar nicht, ob sich alle daran erinnern.

Mina Benz (21:22)

Na ja, vielleicht erinnere ich mich auch nur so gut es gab ja über Jahre hinweg immer mal wieder dass es bei Moderationslisten Und wenn da bestimmte Wörter drin waren und diese Wörter kamen in dem Video dann wurde das ich downranked.

im ich glaube, das hat dann so ... Also, ich hab's eigentlich beobachtet, dass irgendwann InfluencerInnen angefangen haben, auf TikTok zu sagen, wenn ich über XYZ spreche, wird mein Video nicht so oft geteilt.

Hagen (22:01)

Das sind auch Sachen, das ist auch nicht nur auf TikTok passiert, sondern auf YouTube war das auch ein großes Thema. Also eigentlich auf allen Plattformen, die halt Algorithmus-Videos ausspielen, wo du eigentlich, gerade wenn es dein Job ist, das zu machen als Influencerin, davon lebst, dass du vom Algorithmus auch verteilt wirst. Das ist halt wichtig, weil das der Weg ist, wie du Reichweite bekommst. Sowohl TikTok als auch YouTube funktionieren nicht so, dass es vor allem von den Leuten geguckt wird, die dich abonniert haben, die dir folgen.

sondern es geht wirklich darum, Algorithmus ausgespielt zu werden. Und wenn der dich nicht ausspielt, kannst du eigentlich deinen Job an den Nagel hängen. Einfach nur folgen reicht nicht mehr.

Mina Benz (22:36)

weiß auch gar nicht, ob das jetzt immer alles so stimmt. Ob zum Beispiel, ob man jetzt ein Weintrauben-Emoji nehmen muss, zu sagen auf Englisch. Weil ... Also, das wird dann so getan, als ob es dann ob diese Listen nicht aktualisiert werden würden. Wen hindert es denn daran, da jetzt statt Rape, da jetzt Grape reinzuschreiben? Also, ist ja auch bisschen Quatsch.

Hagen (22:59)

Das muss man sagen, früher war das definitiv auch so, dass diese Filter sehr viel mehr auf Wörter trainiert waren. Das ist aber tatsächlich, das kann man mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit sagen. Ich glaube, wir kommen gleich noch darauf, warum die Unternehmen es eben nicht direkt sagen. Da gibt es tatsächlich auch gute Gründe.

Gründe für und nicht nur schlechte Gründe für, kann man mit an sich grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, dass es mittlerweile nicht mehr darum geht, einzelne Wörter, die du gesagt hast, gucken sich halt den Gesamtkontext des Videos an. So wie man das ja mittlerweile kennt, das keine Ahnung, so wie eine KI halt eine Zusammenfassung machen kann von einer Sprachnachricht und so weiter, können die das natürlich auch von einem ganzen Video machen. Und dann, wenn dann rauskommt, so in welcher Tonalität ist das jetzt ein Video, einfach was so

Wissens-Content, Erklär-Content ist, dann kannst du andere Sachen sagen, wenn das da ist. So funktionieren die Algorithmen mittlerweile. Aber ich fand auch wichtig, was du gesagt hast, dieses, ich benutze ein alternatives Wort, wie zum Beispiel diese Weintraube, sind wir ehrlich, wie lange soll das denn funktionieren? Für eine Woche? Und dann haben alle umgestellt, niemand sagt mehr Rape, und dann benutzt er das Weintrauben-Emoji. Spätestens dann hat das doch irgendjemand bei YouTube oder TikTok gesehen und packt das genau in die gleiche Wortliste rein.

Das ist ja auch Quatsch, die benutzen ja diese selben alternativen Wörter, benutzen die seit Jahren. Also Grape ist nichts Neues, das wird seit einem Jahr gesagt. Unalive wird seit Jahren gesagt, dieser Begriff statt Tötung. Und das ist ja Quatsch, als würden die Plattformen das nicht mitbekommen. Also das ist ja objektiv schon blöd.

Mina Benz (24:32)

Ja, dabei gibt es halt einfach so eine einfachere Erklärung, warum dann Videos, die vielleicht ein bisschen anders das jetzt Israel-Palästina oder, äh, Iran-Krieg oder was auch immer Und zwar, wenn du jetzt, wenn ich jetzt die ganze Zeit zum Beispiel Gaming-Content mache. Dann hat der Algo ...

findet ja meine Audience. Und der weiß das anhand meines Videos. Worüber spreche ich in dem Video, was zeige ich vielleicht in Gaming-Clip oder ich bin vielleicht Streamerin oder was auch immer. Und die Leute, die sich meine Videos angucken, sind dann an Gaming interessiert. Das weiß der Algo auch. Das heißt, der findet die Audience für mich. So funktioniert Algo-basierte Videos und Empfehlungen. So, und wenn ich jetzt auf einmal ein Video mache, was komplett anders ist...

wo ich statt irgendwie ein Videospiel zu spielen plötzlich voll in der Kamera bin über den Iran-Krieg was sage. Dann weiß der Algo, also dann wird er das versuchen, an meine übliche Zielgruppe auszuspielen. Die interessiert das aber im Zweifel nicht, weil sie meinen Gaming-Content von mir schlecht gesungene Jingles hören und hören, was ich hier zum sagen habe. Und dann weiß der Algo erst mal nicht, was er damit machen soll.

Und dann funktioniert das Video nicht so gut und die Reviews sind scheiße. Also das ist doch so banal. dieses, aber natürlich ist es auch die Schuld der Plattform, also ich bin jetzt hier nicht der auf gar keinen ist es auch klar die Schuld der Auch weil sie das nicht gut erklärt haben und weil auch diese, man muss wirklich sagen, Verschwörungstheorien ja dann auch wieder vom Algo geboostet werden, weil es gibt wenig was...

Hagen (26:10)

Genau.

Mina Benz (26:12)

Kurzformvideoplattformen mehr lieben als Verschwörungstheorien. Und dann, das ist ja schon die beste Verschwörungstheorie überhaupt, dass wenn du I killed someone oder mein Gott, ich wurde vergewaltigt, sagst, dass dein Video dann abgestraft wird. Das ist doch, das ist die beste von allen, weil das betrifft jeden von Und dann fangen Leute an, das zu glauben und zensieren sich beim Sprechen.

selbst und reden schlimmer als in einem Kindergartenbuch. Also es ist wirklich unfassbar. Und da kommt mir nämlich jetzt das Problem 2, dass das jetzt noch öffentlich-rechtlichen Medien, aber generell die sich sehr ernst nehmen wollen, dass das so unkritisch übernommen das finde ich wirklich alarmierend.

Hagen (27:05)

Das ist Sagen, was ist, was ja so Leitsatz im deutschen Journalismus einfach ist. Und zu sagen, was ist, gehört halt auch die Dramatik einer Situation zu Darum finde ich es schon mit den einfachsten Beispielen finde ich schwer, wenn man jetzt zum Beispiel jemanden zitiert, so, keine Ahnung, Donald Trump bei seinem ersten Präsidentschaftsrun, als er davon erzählt hat,

And you can grab him by the pussy. Das ist, was er gesagt hat. ist wörtlich, was er gesagt hat. Dann ist es wichtig, wenn man dieses Zitat einspielt, auch nicht das Pussy zu beepen oder so weiter. Weil man muss hören, was diese Person gesagt hat. Das macht einen Unterschied.

Mina Benz (27:42)

Nö.

Hagen (27:42)

Und hier geht's halt genauso weiter. Eine Vergewaltigung ist superfurchtbar. Das musst du klar benennen. Das gehört nicht umschrieben, sondern das klar verständlich so Und das ist der ganze Job. Sachverhalte klar zu erklären, dass sie alle verstehen, dass Ambiguitäten, nicht geben sollte, auch ausgeräumt werden. Natürlich, manche Sachen haben zwei Seiten, da müssen dann beide Seiten beleuchtet werden, sodass man das versteht.

ist nicht der Job von Journalismus, Sachen abzuschwächen, damit sie leichter verdaulich werden. Es gibt schwer verdauliche Sachen, es gibt schlimme Sachen, passieren und die müssen auch als solche bezeichnet werden.

Mina Benz (28:21)

Ja, aber wenn man das weiterdenkt, dann würde man auch nicht vom Holocaust sprechen, Dann heißt es auf einmal Schmolo-Cost. Oder man sagt anstatt vergas, sagt man dann fair und dann macht man so eine Windwolke-Emoji. will das einmal gedanklich durchspielen, damit Leute wirklich verstehen, wo das hinführt. Ja, und es ...

Schlimm, wie du gerade gesagt hast, wir müssen sagen, was ist und was passiert ist und was mit Leuten passiert. Und man muss das Leid auch benennen. Man kann das nicht die ganze Zeit so euphemistisch verspielt und dann auch so ins Cutie Cutie, eine Weintraube. Meine Fresse, was ist, wo bin ich denn hier?

Hagen (28:58)

Genau, das sind bunte Bildchen. ich bin halt auch wirklich so ... Okay, Leute, die mich kennen, wissen, ich bin generell emoji-Gegner. Ich finde die häufig lesbar. Aber gerade im Journalismus bin ich so ... Das ist ein buntes Bildchen. Denk mal drüber nach, du sollst gerade eine Sache beschreiben. Gerade wenn du was Schlimmes beschreibst. Also wenn du jetzt einen lustigen Post absetzt. Wir haben jetzt in unserer Podcast-Beschreibung bei Blue Sky auch den Schmetterling, weil die ein Schmetterling-Logo haben.

Da haben wir jetzt auch dieses Schmetterlings-Emoji gemacht. Aber das ist was anderes, als eine schlimme Sache mit einem bunten Bildchen zu beschreiben. Das ist weird. Wir machen jetzt erst mal was, was man als Podcaster macht, und Verschwörungstheorien. Man bringt 1984 von George Orwell auf und Neussprech. Das ist nämlich genau das, was da besprochen wird. halt wirklich dieses Ding, es wär ja noch was anderes, wenn ...

Mina Benz (29:32)

Also ich sag jetzt mal was.

Hagen (29:47)

Instagram oder TikTok gesagt hätten, diese Sachen machen wir die werden abgestraft. Aber das ist ja nicht so. Es gibt ja nicht die ganz klare Ansage, das darfst du nicht sagen, das machst du Das heißt, die kuschen vor Mark Zuckerberg oder ByteDance in was sie glauben, was das macht. Und das ist doch Das sind journalistische die sich gerne als ...

gerne auch als die vierte Gewalt im Land sehen, was Journalismus ja sein möchte. Und dann passen die sich selber Regeln an, die sie glauben, existieren, wo ihnen niemand gesagt hat, dass die existieren. Niemand hat es unterschrieben, dass die existieren. Und trotzdem passen die sich dem an. ist ... Moment mal, ihr seid die, die denen auf die Finger gucken sollen, nicht andersrum.

Mina Benz (30:33)

wenn diese Regeln existieren würden, ist ja meine dass sich unabhängiger Journalismus nicht nur an Views orientieren sollte, sondern dass Berichterstattung inherent eine Qualität haben sollte und sich nicht da bücken sollte vor irgendwelchen Algorithmen oder irgendwelchen Views. Und ich sag jetzt noch mal kurz was für die Klipper auf TikTok, aka mich, die nachher hier einen Clip machen Wer unalive sagt ...

statt Kill und wer die dumme Weintraube benutzt, statt Vergewaltigung zu sagen, ist ein fucking Feigling. Ihr seid Feiglinge. Ihr seid Feiglinge und ihr bückt euch vor irgendwelchen lasst es euch von der ehemaligen Head of Content von TikTok sagen, ihr seid Feiglinge.

Hagen (31:17)

Und das ist halt auch noch wo ich auch so bisschen Unverständnis habe, was das Ganze angeht, ist dieses Unwissen darüber, wie der Algorithmus funktioniert. Wie gesagt, nochmal, wir kommen gleich die Plattform das nicht sagen. Aber das nächste ist halt wenn ich das mache, das ist halt wie dieses, was man ja regelmäßig auch in Insta-Stories und so Hier mein Gesicht für den Algorithmus und diese Sache ist, das ist nicht

Weil der Algorithmus geil findet, dass du dein Gesicht postest, sondern weil wir Menschen nur in dem begrenzten Rahmen schlechte Nachrichten und Nachrichten sind oft schlechte Nachrichten, Journalismus, das ist halt häufig anstrengend zu konsumieren. Das ist auch völlig okay, dass man das nicht immer kann. ertragen wir nur zu einem bestimmten Ding am Tag. Das heißt, häufig, das dann in den Stores ist und ich hab mein Pensum an, Gott, kann keine schlechten Nachrichten mehr tragen, erreicht, skippt man da Aber wenn da das Gesicht gepostet wird, und sind wir ehrlich ...

gerade bei jungen Frauen und Männer folgen denen, hat dann noch mal diese ganze Komponente, die man bei sozialen Medien auch nicht vergessen darf, warum gerade bei Frauen dieses, hier mein Gesicht für, für den Algorithmus. Und das kriegt dann Engagement. Das heißt, das ist nicht der Algorithmus, sagt, ⁓ das ist ein Gesicht, sondern das sind die Leute, das die darauf reagieren, die dann dem Algorithmus sagen, guck mal, boostet das. Also das ist nicht die Plattform, die dein Gesicht sieht, sondern das ist das Verhalten der Leute auf der Plattform, die das boostet. Und

Das klingt wie ein kleiner Unterschied, aber das ist mega wichtig, das zu verstehen. Gerade wenn man halt auf diesen Plattformen unterwegs ist und sie auch beruflich nutzen möchte. Und das finde ich dann halt schon auch wichtig zu verstehen. Und darum sagen ja auch TikTok und YouTube und so weiter ja auch immer sehr Der Algorithmus ist das, was auf das Verhalten der NutzerInnen reagiert. Und das ist häufig schwierig. Und wir können sagen, als Gesellschaft müssen wir uns auch mit schweren Themen auseinandersetzen und

Das sind alles Debatten, die man haben kann. Gleichzeitig ist es auch wichtig zu sagen, es hat auch seinen Grund, dass die Plattformen nicht von sich aus sagen, was du jetzt genau sagen darfst oder was nicht. Weil das Problem ist, je mehr Details die rausgeben, wie der Alkoholismus gerade genau desto mehr game Journalistinnen, die Influencerinnen, versuchen, dann zu game und versuchen, genau dran Darum muss es bisschen vage gehalten sein, weil sonst, wenn du exakt jedes Spezifikum sagst,

dann wird er genau an dieser Kante dran vorbei gesurft und das gemacht. Und diese Details ändern sich auch mal so ein bisschen. Das heißt, so bisschen Obskurität muss da drin sein, sonst funktioniert dieses System auch nicht.

Mina Benz (33:39)

und abgesehen davon, also die ich muss mich jetzt hier besonders ausdrücken, sonst zensiert YouTube oder TikTok mein Video wieder. Also das ist ja schon eine Hook, die kriegt ja jeden zum Zusehen.

So, und ich erwarte mir von Menschen, also vielleicht jetzt nicht von jemand, 14 ist, aber jemand, 21 ist, sorry. Leute, ihr müsst ein bisschen Media Literacy und verstehen, dass wen jemand das sagt, dass das erstens nicht unbedingt die Wahrheit ist, ja, und zweitens, dass das genau deswegen dieses Video erfolgreich ist, weil das nämlich einlädt, dass wir hier was Konspiratives und was Rebellisches und was Geheimes machen, ja. Und das ist nämlich das, warum dieses Video dann funktioniert und nicht,

als fucking Weintraubing-Emoji benutzt wurde. Wir tun ja so, als ob True Crime überhaupt nicht funktionieren

Also es gab ja vor ein paar diesen schrecklichen Mord in wo, glaub ich, drei junge Frauen und ein Mann, einer der Freunde einer der Frauen, wurden nachts Und dann über die Zeit hinweg hat die Polizei immer mehr Sachen freigegeben. Und ich hab erst gestern kurz gesehen, ich hab das Video

sind jetzt wohl Tausende Fotos veröffentlicht worden und von den Die kannst du dir überall auf TikTok angucken. Da ist nix sensiert. Sorry, das ist ne Mordszene. Das ist ein Tatort. Ja. Also, wo sind wir denn?

Hagen (35:02)

Wer hat alles gesehen, wie Charlie Kirk erschossen wurde? Also, hat das einfach gesehen, jemand stirbt? Also, das kannst du ja auch auf den Plattformen ... Genau, das ist da halt einfach drauf,

Mina Benz (35:11)

immer schön das Weintraum-Emoji benutzen. Ich bin schon sehr gespannt, was wir dann ... Sorry, ich will nicht zu viel ranten, aber ich finde das wirklich gefährlich, dieser Algosprech. ich gucke oben herab auf alle InfluencerInnen, die das machen.

Hagen (35:14)

Genau das.

Mina Benz (35:31)

Also, sorry, wenn ihr euch so lächerlich machen wollt, so zu reden, irgendwie drei Views mehr zu haben oder 3000 Views mehr oder ...

Hagen (35:39)

Genau, gerade wenn du es jahrelang

machst, wenn das dein Business ist. Sorry, wenn es dein Hauptberuf ist, dann kann ich von dir dass du weißt, wie die Plattform, auf der du deinen Beruf machst, Wenn du jetzt einfach ein random User bist, der was sagt, geschenkt. Aber wie gesagt, sobald du deinen Lebensunterhalt damit verdienst, darfst dich auch ruhig damit beschäftigen, wie man das macht. das ist halt auch die wirklich ... Verschwörungstheorien

Mina Benz (35:50)

Aber sie denken ja, sie wissen's.

Aber weißt du,

frag ich mich halt wieder, ob die das nicht letztendlich doch wissen. Und aber wirklich dieses Wink-Wink, wir sind so rebellisch. Und ha ha ha. Und das böse große YouTube und das böse große Instagram will mich zensieren. Und deswegen muss ich jetzt hier so reden. Weil das ist ein ... Das macht einen ja als ... Das ist ja so Märtyratum.

Hagen (36:12)

Das ist ein ... ich denke, das ist ein Mix. Es wird Leute geben, die das tatsächlich nicht besser wissen. Ich möchte jetzt nicht ganz spezifisch für den Post von ARD Sounds sprechen, sondern so generell. Ich kann mir auch schon vorstellen, dass es da auch diese Unterhaltung gibt. Wir wollen gerade als Medienunternehmen, konkurrierst dann halt als journalistisches Medium, konkurrierst du mit ...

Creator in, Influencer in. dann versuchst du auch so bisschen deren Sprache zu sprechen, So spricht man auf dieser Plattform und wir wollen so klingen, würden wir auf dieser Plattform sein. sind garantiert auch Unterhaltungen, passieren, finde ich auch schwierig. wirklich ... Verschwörung, wie vieler Verschwörung man sieht, das ist ja auch immer wie dieses ... Instagram hat unseren Post gelöscht, unser Profil gelöscht. Und das passiert manchmal, und das ist ... Muss man dann kritisieren.

Aber das passiert ja manchmal schon nach fünf Minuten, wenn Post offline ist. Da muss man auch ganz klar sagen, das passiert natürlich auch, wenn es so ein Massenmelden von einem Post gibt, von einem Profil gibt, dann ist das default ... Man nimmt es erst mal offline, kommt die Review der Plattform, guckt, reinstaten wir das, packen wir das wieder online, oder soll es offline bleiben? Und die funktioniert oft nicht. Das sind oft unterbezahlte Leute, das ist ein anderes Problem. Aber wichtig ist, diesen Mechanismus zu kennen.

Weil die Alternative ist, irgendwas wird massenreported und das Default ist, dass es bleibt online. Und das ist halt auch ein wenn es wirklich schlimme Inhalte sind und es gibt sehr viele schlimme Inhalte. Jemand postet, literally Bilder von einer Vergewaltigung online. Wenn die massenreported werden, muss das so schnell wie möglich offline sein. Das die einzige Wahl, die die Plattform haben, ist erst mal bei dem massenreport default offline und dann eine Review zu machen. Und

Das ist wichtig, das zu verstehen, warum das so ist. Und das sind Details, die die Plattform auch nicht geheim halten. Das sagen die einem schon. Aber stattdessen wird alles konspirativ unterinfluenziert und wenn ich das mache, und wenn ich das mache, gesagt. Und niemandem ist davon Wir müssen verstehen, wie die Plattform funktionieren, damit wir sie richtig ordentlich kritisieren können, damit Verhalten auch geändert wird. Weil das Lustige ist, wenn du Verschwörungen in die Welt setzt, können die sich halt wieder hinsetzen, als wäre es ja Verschwörung.

Mina Benz (38:23)

Ja.

Hagen (38:30)

dann müssen die nichts ändern, das sind ja nur Verschwörungen. Darum ist es wichtig, dass korrekte Kritik an der richtigen Stelle gebracht wird, wo die sich nicht rausreden können mit, ja eine Verschwörung.

Mina Benz (38:38)

Und das ist nämlich auch die Sache, dass dann auch viele Leute auch oft, gerade wenn sie zum Beispiel kein nicht Englisch-Fließen sprechen oder auch wenn sie nicht so super deep in Online-Szenen sind, wenn man sich die Kommentare anguckt, sind da immer Leute, nicht wissen, was das bedeutet. Also die Leute wissen einfach nicht, worüber ihr redet.

dann, sorry, kleiner Exkurs, da können wir mal separat drüber reden, aber dann das Kleinkind filmen, weil er sich nicht halbnackt und Füße und wie das Kind an irgendwas nuckelt. Und da sind dann auf einmal 3000 Leute, die das Video gespeichert Und da geht aber dann kein Alarmsignal an oder so. Das ist dann alles normal.

Also weißt du, das das, was mich nervt, wo dann wirklich eine Gefahr ist. Sorry, hate to say it, postet eure Kinder einfach nicht ins Netz, wenn ihr nicht wollt, dass sich Leute das speichern.

Hagen (39:33)

Es wird immer gesagt, Kritischer Medienkonsum und so weiter. Aber kritisch heißt nicht, alles an denen ist schlimm, was so ein Default ist, was wir gerade super viel haben bei sozialen Medien, sondern einiges ist schlimm, einiges ist problematisch, anderes ist gut. Kritischer Konsum heißt zu verstehen, was ist jetzt wahr, warum ist das so und dann darauf basieren. Kritischer Medienkonsum heißt nicht, ich kritisiere es einfach mal.

weil wird schon passen und ich hab das irgendwo aufgeschnappt.

Mina Benz (40:02)

Ja, und eine letzte Sache möchte ich noch sagen, ist halt wieder dieses amerikanische Werteverständnis. diese Purity-Culture und möchte irgendwelchen Verber nicht verschrecken oder so. Ja, und ... Oder potenzielle Verber, noch schlimmer die Kategorie der potenziellen Verber. Und ich möchte ...

in diese Kultur wo alles so voll pur ist und wo es auch keinen Sex sondern wo, weiß ich nicht, wie ich das als Kind gemacht habe, wenn meine Barbie Sex hat, dann habe ich die aufeinander gelegt und eine Decke drüber gemacht und ich habe das Gefühl, so wird über Sex gesprochen, auf Kurzvideopartform aus Amerika.

Hagen (40:43)

Ich meine, das ist ja generell auch was, was wir sehen in Debatten über Sex-Szenen in Serien und Filmen. Sind die nötig, sind die unnötig? Und dass ganz viele Leute sagen, wir wollen da gar keine drin haben. Ich das ist so wo wir definitiv noch darüber sprechen, weil wir reden privat sehr häufig über Fandoms und die Art, wie die Medien rezipieren und online wiedergeben. Da kommen wir garantiert noch drauf, weil uns das beide sehr beschäftigt.

Gerade bei Fandoms, die sehr gut für Media Literacy sein können und sehr schlecht für Media Literacy sein können. Und das sind sehr spannende Phänomene, wo wir in Zukunft drüber noch mal reden Eine Sache, die ich dich aber tatsächlich noch fragen möchte, weil apropos sehr gut für Media Literacy oder allgemein sehr gut. Heute war wieder so bisschen düster alles, aber wir sind ja eigentlich mal ins Internet gegangen, weil wir es hier cool finden.

Weil hier super viel geiler Scheiß passiert. Wir finden ja gar nicht alles nur Scheiße. Wir finden super viele Sachen cool. Und darum haben wir uns gedacht, wie wär's, wenn wir am Ende jeder Sendung mal sagen, was finden wir denn Was ist uns diese Woche begegnet, was wir cool finden? Und was ist dir begegnet diese Woche?

Mina Benz (41:46)

also was ich cool fand diese Woche ist jetzt vielleicht so bisschen, ich weiß nicht, ist vielleicht ein bisschen kitschig, ich fand das voll cool, wie lieb ganz viele Leute auf unseren Podcast reagiert und dass wir wieder Sachen machen.

auch bei mir, die ja jetzt auch echt sehr lange weg vom Fenster war und nichts gemacht hat und so eher im gearbeitet hat und so und deswegen ja auch nicht wirklich viel mit ihrer Meinung präsent sein Und ich sowieso halt schon ganz lange das Gefühl hatte, dass mir auch viel Community da verloren gegangen Und irgendwie jetzt, wir den Podcast gemacht haben,

war die Reaktion voll cool und das haben sich Leute mit denen ich jetzt echt ein paar Jahre keinen Kontakt hatte und es ist irgendwie so nahtlos weitergegangen und das fand ich voll cool. dass Gavin mich eingeladen hat, nochmal es hat super Spaß gemacht und so, ja, die Reaktionen in

wurden sogar auf LinkedIn verlinkt. Mit Jensen Huang getaggt.

Hagen (42:49)

Das heißt, Jensen Huang weiß jetzt auch, dass wir existieren, weil der guckt ja alle seine LinkedIn-Notifications immer ganz ... streberhaft durch und weiß das alles und hört dann auch immer alle Podcasts und so. Nee, nee. Gerade auf LinkedIn. Ja. Ja, die Lederjacken kaufen sich nicht von allein.

Mina Benz (42:57)

Ja. Der wird auch nicht so viele bekommen, der kriegt auch nur ganz wenige. War auch guter Plug für ihn, weil braucht bestimmt noch mehr Follower.

Ja, ich meine, ich kann nicht auf Lederjacken hätten. Also ganz ehrlich, wenn ich so viel Geld hätte, würde ich auch so viele Lederjacken haben.

Hagen (43:15)

Ja, aber du würdest nicht immer nur in Lederjacken auftreten. Nein, würdest du Ich kenne dich seit zehn Jahren, würdest du nicht.

Mina Benz (43:17)

Doch. Doch.

Okay, ich würde auch solche Jacken bei Project Hail Mary, Grace hat doch diese geilen Comfy-Sweater an. Ja, genau, davon würde ich auch welche Und du, was hast du Cooles gesehen?

Hagen (43:29)

Du hast gerade so eine Jacke an. Ja. Jetzt

lässt du mich natürlich schlecht dastehen, weil ... Auch von mir natürlich, danke fürs Support und so weiter. Das ist natürlich das auch, wo ich am meisten excited bin. Und nicht der YouTube-Kanal, den ich hier auf der Liste habe, den ich gerne empfehlen würde.

Mina Benz (43:48)

Das ist nur, weil ich mich nicht darauf vorbereitet habe, wo wir das Segment geplant haben. Und was wir rausgeschnitten haben, waren zehn Minuten, ich Existenzkrise hatte.

Hagen (43:56)

Nee, ich würde gerne den YouTube-Kanal WhatOnEarthis empfehlen, pack ich natürlich auch in die Show Es klingt jetzt vielleicht ein bisschen albern, den Klein zu nennen. Der hat jetzt auch irgendwie 65.700 Abonnenten, sehe ich gerade. Aber für das, was der macht, ist das wirklich nicht viel, das ist ein YouTuber, der spricht über

Weirde, interessante Orte, wie zum Beispiel ein Ort in den wo nur noch 20 Leute leben, der eigentlich zerstört werden sollte. Oder über weirde, komische Bahnen, einen Berg hochfahren und so weiter in Japan. Und das Coole ist, ich versteh nicht, wie der diesen Kanal Wie gesagt, der ist ja noch nicht so groß. Aber der fährt wirklich dahin. Das ist nicht einer dieser Kanäle, der coole Sachen findet und dann vor einem Greenscreen darüber redet. Sondern der fährt wirklich an jeden Ort.

und berichtet von da. Und das finde ich super cool. Und genau so was möchte ich eigentlich sehen und unterstützen. Weil das ist 1000 Mal cooler als der nächste, ich halte eine PowerPoint-Präsentation vor einem Greenscreen-Kanal, sondern der macht das wirklich. Also so ein bisschen wie Tom Scott das früher gemacht hat, macht der jetzt auch.

Mina Benz (44:59)

An welchen ungewöhnlichen Ort würdest du fahren?

Hagen (45:03)

Nur weil du schlecht ausgesehen hast, zehn Minuten rumscrollen, hast du mir eine Frage gestellt, wo ich zehn Minuten überlegen muss. Ähm ...

Mina Benz (45:10)

Das ist ein Erforrat, sorry.

Hagen (45:13)

würd ich's in echt hassen, aber ich mag irgendwie die Vorstellung ... durch dieses absolute Nichts in der Mongolei so ein paar Tage und dann Ulan Bator oder so, weil das Essen da, glaub ich, sehr cool ist.

Mina Benz (45:27)

Cool!

Hagen (45:27)

Sagt der, der es hasst, Städte zu verlassen und Städte liebt. Aber ey

Mina Benz (45:33)

Ich seh dich da in so einem Zelt, auf dem Pferd.

Hagen (45:36)

Das ist nämlich das Problem. Ich find Kanalisation schon ganz geil, muss ich

Mina Benz (45:41)

Ja gut, I don't know. So ein bisschen ist das nicht das Archaische in dir.

Also ich würde auf jeden Fall durch die Mongolei reiten, ich find das cool.

Ich find alles mit Pferden cool, ich bin

Hagen (45:51)

Danke fürs Hören und schaltet auch nächste Woche wieder ein, denn Mina und Hagen never content sind.


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